Rodetal (Fulda)


Am Ostrand des Vogelsbergs, umwaldet vom Gieseler Forst, liegt eine kleine Dörferkette aus den Ortschaften Oberrode, Mittelrode, Niederrode mit dem Weiler Reinhards, allesamt Stadtteile Fuldas. Die Endung der Dörfer und somit die Anfangssilbe des Tales -rode lässt darauf schließen, dass es sich hierbei um Rodungen gehandelt haben muss. Zusammen gezählt leben rund 1.130 Menschen in den Orten, die durch die Landesstraßen 3139 (von Kleinlüder kommend in Richtung Fulda) und L 3039 (von Giesel nach Fulda) an die Kernstadt angeschlossen sind.

Seit 2008 führt auch der Fuldaer Westring durch das Rodetal, auch Tor zum Vogelsberg genannt, umgeben vom Mühlberg (433m) im Süden und dem mit Muschelkalk durchzogenen Basaltkegel Haimberg (416m) im Norden. Im dortigen Basaltsteinbruch war man bis 1998 aktiv. Heute ist hier auf über 60ha das Naturschutzgebiet Haimberg ausgewiesen, in dem seltene und geschützte Pflanzen und Tiere ihre Reviere gefunden haben.

Ein kleiner Bach schlängelt sich über eine Länge von ungefähr 6,5km durch das Tal. Die Saurode, die ihren Ursprung im Winnenhof bei Oberrode hat, mündet bei Zirkenbach in die Gresel, diese wiederum fließt in die Giesel, welche ein kleiner Nebenfluss der Fulda ist.

Die Saurode und die Geschichte des Rodungsgebietes sind dorfbildprägend für Oberrode, welches als Waldhufendorf beschrieben wird. Waldhufendörfer zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Höfe in Reihen entlang einer Straße oder eines Baches angesiedelt sind und der Landbesitz in Form eines breiten Streifens an die Höfe grenzt. Die Saurode und die Erhebungen Vemel, Kalkrain und Mühlberg prägen das Dorf, wie auch die Eiche, die über 120 Jahre in den Ringen hat.

Jünger ist die Oberroder Mariengrotte. Sie wurde entsprechend des Vorbildes aus Lourdes gebaut und 1949 geweiht.

Rund 6km westlich von Fulda liegt Mittelrode am Fuße des Haimbergs. Markant an dem Ort ist die St. Josef Kapelle in Mittelrode. Das Kapellchen aus Naturstein mit einem kleine Türmchen wurde 1720 erbaut. Ein Ensemble aus der früheren Zeit bildet die Kapelle gemeinsam mit dem alten Wegekreuz und dem Backhaus gegenüber.

Verlässt man das Rodetal nordwärts, kommt man am Haimberg vorbei nach Besges und dann nach Malkes. In Malkes steht die 1578 erbaute Jakobuskapelle, an der auch die Bonifatius-Route vorbeikommt, die dann weiter über Haimbach nach Fulda führt.


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