Rheinterrassenweg Etappe 3 Mettenheim - Guntersblum


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 56 Min.
Höhenmeter ca. ↑168m  ↓174m
Rheinterrassenweg Mettenheim Guntersblum

Die dritte Etappe des Rheinterrassenwegs startet in Mettenheim. Hier ist etwa die Hälfe der vorhandenen landwirtschaftlichen Nutzfläche mit Weinreben bepflanzt. Die Weinberge liegen windgeschützt in den Hangterrassen des Wonnegaus. Startpunkt der kurzen Tour auf dem Rheinterrassenweg ist am Ortsrand unweit von der evangelischen Kirche und dem alten Rathaus, einem barock überformten Renaissancebau mit Treppenturm.

Durch die Weinlagen wandert man auf dem Rheinterrassenweg nordwärts, passiert die Weißmühle und kommt dann in das inmitten von Weinbergen gelegene Alsheim am Fuße der rheinhessischen Rheinterrassen. Mit über 700ha Reben liegt Alsheim auf Platz 5 der größten Weinbauorte Rheinhessens.

Der Rheinterrassenweg verläuft am Ortsrand von Alsheim. Man wandert vorbei an der evangelischen Pfarrkirche Alsheim, einem romanischen Saalbau aus dem 13. Jahrhundert, der später barock überformt wurde. Zur Kirche lohnt ein kleiner Abstecher wegen der Reste eines Wandmalereizyklus aus dem 14. Jahrhundert – aber Obacht: evangelische Kirchen sind anders als katholische meistens außerhalb der Gottesdienstzeiten geschlossen.

Der Rheinterrassenweg leitet weiter zum Alsheimer Ortsteil Hangen-Wahlheim inmitten schöner Weinberge. In Hangen-Wahlheim lohnt ein Blick auf die Kirchenruine St. Magdalena. Die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde später gotisch umgebaut. Zu sehen sind Umfassungsmauern, Türen und Maßwerkfenster eines kleinen Saalbaues mit dreiseitig gebrochener Chornische und westlichem Giebelreiter.

Das letzte Wegstück dieser Etappe auf dem Rheinterrassenweg führt durch die Weinberge nach Guntersblum. Die Tageswanderung endet am Guntersblumer Kellerweg. Der ist nicht nur als Namenspate für das größte Weinfest der Region – das Kellerwegfest – bekannt. Ein Spaziergang durch den Kellerweg ist auch ein Schmaus für die Augen.

Der Kellerweg entstand im 16. Jahrhundert, als die Guntersblumer Winzer immer öfters mit Rheinhochwasser zu tun hatten und beschlossen, ihre Weinkeller höher am Hang zu bauen. Die Häufung von Weinkellern – es sind rund hundert – in einer Straße ist einmalig in Deutschland. Im Herzen des Guntersblumer Kellerweges steht der Julianenbrunnen aus dem Jahr 1608. Das Kelterhaus im Kellerweg 20 stammt aus dem 19. Jahrhundert und wird seit 2003 als Museum genutzt.

Rheinterrassenweg Etappen


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Bildnachweis (attribution,via Wikimedia Commons): 1,4 by Gerhard Rauth; 2,3 by Jivee Blau [CC-BY-SA-3.0]

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