Rech

An der Ahr, quasi gegenüber von Mayschoß, liegt das Rotweindorf Rech, das erstmalig 1408 erwähnt wurde. Rech zählte im 15. Jahrhundert zur Herrschafft Saffenburg, die aus den vier Dörfern Rech, Mayschoß, Laach und Dernau bestand. Rech liegt am Fuße des Steinerbergs (531m), der bereits zu der Gemarkung des südlich gelegenen Kesseling gehört.

In Rech führt die Nepomuk-Brücke über die Ahr. Die Ahrbrücke trotzte als einzige der katastrophalen Flut von 1910 und ist demnach heute die älteste erhaltene Brücke über die Ahr. Die Rundbogenbrücke wurde 1759 über die Ahr geführt. Die Nepomuk-Skulptur stammt aus den 1920er Jahren. Die rund 43m lange und bis zu 5m hohe Brücke aus Bruchsteinmauerwerk mit vier Bögen verbindet den Ortskern mit der B 266.

Älter als die Brücke ist die katholische Pfarrkirche St. Luzia in Rech. Der Saalbau entstand 1720 aus einheimischem Bruchstein. Im Mittelalter fanden sich in Rech Wallfahrer ein, um die Märtyrerin Luzia, die Leuchtende, zu verehren und auf dem Markt Stoffe, Tuch und Leinen, zu erwerben. In der Kirche ist eine Luzia-Skulptur zu sehen, mit dem Schwert durch den Hals und dem Märtyrer-Palmwedel in der Hand.

Neben dem Luzia-Markt am zweiten Adventwochenende, feiert man in Rech ein dreitägiges Weinfest am dritten Septemberwochenende. Die Weinlagen von Rech zählen zum Weinbaubereich Walporzheim und nennen sich Recher Blume, Recher Hardtberg und Recher Herrenberg. Diese Lagen werden von zwanzig größeren Weinbaubetrieben in Rech bewirtschaft und sind zu über 80% mit roten Reben bestockt.