Kesseling

Die Ersterwähnung von Kessling als Klosterzelle Casleoca fällt in das Jahr 762. Zehn Jahre später wird erstmals die St. Petrus Kirche genannt. Die katholische Pfarrkirche St. Petrus und Maternus prägt heute weithin sichtbar auf einem Felsvorsprung das Ortsbild von Kesseling. Ihr mächtiger Ostturm mit den Vierpassfenstern und dem Rautendach sowie der halbrunden Apsis stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das Langhaus ist ein Saalbau aus dem Jahr 1791.

Die Besonderheit der Pfarrkirche St. Petrus und Maternus ist der große Barockaltar, der die rundbogige Altarapsis bis zur Decke ausfüllt. Der Altar entstand vermutlich 1695 und stand ehemals in der Abtei Maria Laach. Der Altar wird von der Muttergottes in der Mitte dominiert und dem Jesuskind. Gedrehte Säulen, Blattwerk und die Weiterführung des Bildes als Deckengemälde vom Siegeskreuz aus machen die Kesselinger Kirche zu einer Besonderheit. Das Weihwasserbecken der Kirche stammt auch aus dem 13. Jahrhundert. In der Kirchstraße stehen des Weiteren unter Denkmalschutz die Friedhofskapelle mit Anfängen im 17. Jahrhundert und das Alte Pfarrhaus aus Fachwerk, erbaut 1703.

Schon nahezu als Geheimtipp gilt das Kesselinger Bachtal bei Wanderern, die all zu gerne das Steinerberghaus aufsuchen. Das Steinerberghaus steht auf dem Steinerberg (531m) und ist erreichbar über ein schmales serpentinenartiges Sträßchen von Kesseling aus und natürlich über Wanderwege. Das beliebte Ausflugslokal, in dem man auch übernachten kann, bietetz in einer fast alpinen Landschaft fantastische Panoramablicke über das Südliche Ahrgebirge bis zur Hohen Acht (747m) in der Hocheifel und dem Schellkopf (652m) mit Fernmeldeturm. Ein weiterer Fernblick reicht über das Grafschafter Ländchen zum Siebengebirge.

Folgt man von Kesseling aus dem Kesslinger Bach aufwärts kommt man nach Staffel. Hier steht die kleine Kapelle St. Lüfthildis. Ihr Chor wurde 1794 erbaut. Der Bruchsteinsaalbau entstand 1924. Aus dem Beginn des 15. Jahrhunderts ist im Inneren der Kapelle eine sehenswerte Madonnenfigur zu finden und auch der Altaraufsatz mit seinen Figuren ist ein Augenmerk wert.