Röthgen (Eschweiler)

Der Stadtteil Röthgen liegt südlich von Eschweilers Mitte und ist mit Eschweiler zusammengewachsen. Er ist südlich der Talstraße und der Talbahnlinie verortet. Röthgen teilt sich in Unter- und Oberröthgen.

In der Burgstraße steht Burg Röthgen. Sie entstand im 14. Jahrhundert, wobei die heutige Bausubstanz im Wesentlichen aus dem 16. Jahrhundert stammt. Heute findet sich in der Vorburg ein Reiterhof und die Kernburg wird privat bewohnt. Die Vorburg ist eine dreiflügelige Anlage, die zur einstmals vierseitigen Kernburg hin offen ist. Getrennt sind die beiden auf unterschiedlichen Höhen liegenden Teile durch einen Wassergraben. Die Hauptburg betritt man über eine Steinbrücke.

Ein weiteres markantes Gebäude in Röthgen ist die katholische Pfarrkirche St. Marien. Sie wurde als neugotische Backsteinbasilika errichtet und konnte 1906 geweiht werden. Es fällt auf, dass sie keinen Turm hat, lediglich zwei kleinere Chortürme. Das ist nicht etwa einem Kriegsschaden geschuldet, sondern einem bedenklichen Fundament, weshalb der Turmbau untersagt wurde.

An der Schnellfahrtstrecke Köln-Aachen liegt der Eschweiler Hauptbahnhof. Ende 1860 wurde das Empfangsgebäude im Stil des Klassizismus errichtet und 1872 ein neues Bahnhofsgebäude. Im Stundentakt halten hier Züge des NRW-Express (von Aachen über Köln, Düsseldorf, Essen, Dortmund nach Hamm) und des Rhein-Sieg-Express (über Düren, Köln und Siegburg nach Siegen).