Ohmtal

Das Ohmtal verdankt seinen Namen dem 60km langen Fluss Ohm, einem Zulauf der Lahn. Die Ohm entspringt bei Ulrichstein im Oberwald (Hoher Vogelsberg) und fließt zunächst westlich, später nordöstlich durch das Gemeindegebiet von Mücke. Der in Homberg liegende 295m hohe Schlossberg lässt die Ohm einen Bogen nehmen, bevor sie ins Stadtgebiet von Stadtallendorf fließt und den Vogelsberg verlässt. Nach einer kurzen Teilung durchfließt die Ohm das Amöneburger Becken und mündet bei Cölbe in die Lahn.

Zum Wandergebiet Ohmtal im Vogelsberg gehören Homberg (Ohm), Gemünden, Mücke und Feldatal. Durch das Ohmtal führt als schnelle Verkehrsader die Bundesautobahn 5 und die Bundesstraße 49, die bis zur luxemburgischen Grenze reicht. Sie ist eine der längeren Straßen durch Deutschland und beginnt in Alsfeld, führt von dort aus durch Feldatal und Mücke, bevor sie das Ohmtal verlässt und die Reisenden nach Gießen bringt.

Das landschaftlich sehr abwechslungsreiche Ohmtal sollte jedoch nicht durchfahren, sondern durchwandert werden! Seine Wiesen, Wälder, Quellgebiete, Täler und Höhenzüge sind auch für weniger sportliche Wanderer gut zu erkunden. Die Schächerbachtour beispielsweise, die in Homberg startet, ist ein Premiumwanderweg und zugleich ein wunderbarer Tagesausflug, der große wie kleine Wanderer sagenhaft unterhält.

Sehenswert ist nicht nur die Naturlandschaft des Ohmtals. Burgen, Schlösser und Kapellen zeichnen ein Bild der Vergangenheit, in welcher sich Landgrafen imposante Residenzen schufen, wie die Hohinburch in Homberg, oder die Burg Gemünden mit der noch heute erhaltenen Zehntscheune. Nicht mehr alles steht in voller Pracht - von der Burgschoan bei Mücke sind nur noch Mauerreste zu sehen - dennoch strahlen die Orte die Trutzigkeit ihrer Herrscher aus. Der an Fachwerkbauten interessierte Besucher wird sich insbesondere an den Fachwerkkirchen in Büßfeld, Ermenrod und Stumpertenrod erfreuen.