Stumpertenrod

361 Menschen leben in Stumpertenrod und Milliarden von Sternen funkeln über allen. Die sieht man von Stumpertenrod besonders gut. Das liegt nicht nur an der Höhenlage und dem Umstand, dass im Vogelsberg kaum Industriegebiete den Nachthimmel mit überflüssigem Licht verunreinigen. Vor allem ist es die Sternwarte auf dem Vulkan, die von Stumpertenrod aus den Blick in den Sternenhimmel zu einem besonderen Ereignis macht.

Der offizielle Name der Sternwarte auf dem Vulkan ist Sternenwelt Vogelsberg. Ein 2006 gegründeter Verein kümmert sich um Betrieb der 2008 von der Gemeinde Feldatal errichteten Sternwarte in Stumpertenrod. Angeboten werden auch zahlreiche Veranstaltungen, z.B. die monatlichen Neumondtreffen.

Im Herzen von Stumpertenrod zieht die Fachwerkkirche die Augen auf sich. 1669-1712 errichtet ist die evangelische Pfarrkirche in Stumpertenrod die größte Fachwerkkirche in Hessen. Heute ist ein kleiner Teil verschindelt. Im schweren Dachreiter des Satteldaches mit Krüppelwalm hängen drei Glocken.

Im Inneren der Fachwerkkirche überspannt eine flache Holztonne mit Querrippen das Kirchenschiff. Der symbolträchtige Pelikan wurde in der Mitte aufgemalt. Die Gemälde an der Brüstung der Orgelempore wurden 1906 wieder frei gelegt. Christus, Luther und zwölf Apostel gucken nun wieder auf die Pfarrgemeinde herunter.

In Stumpertenrod findet seit 1998 das über die Region hinaus bekannte Mühlenfest auf dem Korchersthof statt. Termin für das große Brauchtumsfest mit über hundert Ständen und Ausstellungen ist jeweils der erste Sonntag im Juli.

Im Süden von Stumpertenrod erhebt sich der Vogelsberg (598m). Ob sich von diesem Gipfel der Name der gesamten Region Vogelsberg ableitet, ist unklar. Die Feldataler gehen natürlich davon aus und erzählen direkt die passende Legende, die vom Wettstreit eines schlauen Schmied mit dem Teufel berichtet. U.a. musste der Teufel herausfinden, was für ein Vogel dort oben auf dem Berg lebe. Der Teufel schaute sich die Augen aus, kam aber nicht drauf. Kein Wunder, hatte der Bauer doch seine Frau „gefedert“ und oben auf den Gipfel gesetzt.