Oberes Seenbachtal

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Der Seenbach entspringt bei Kölzenhain im Hohen Vogelsberg und fließt dann durchs Laubacher Hügelland nach Freienseen und durch die Gemarkung von Grünberg, bevor der Seenbach unterhalb von Nieder-Ohmen nach 18km in die Ohm mündet.

Freienseen erhielt von Kaiser Barbarossa den Titel Freies Reichsdorf. In der Folge mussten die Menschen dort keine Frondienste mehr leisten. Grund soll gewesen sein, dass der Kaiser sich freute, um 1160 gut geschlummert zu haben, weil die Freienseener quakende Frösche vertrieben hatten. Daher heißen die Dorfbewohner auch Fräsch (Frösche). Sie sagen von sich, dass sie nach wie vor sehr freiheitsliebend sind. Ihre evangelische Kirche mit gotischem Wehrturm und spätbarockem Schiff nennen sie Dom des Seenbachtals.

Eines der schönsten Bachtäler im Gießener Becken ist der Abschnitt des Seenbachtals südöstlich von Freienseen. Man nennt ihn auch Mühlental, weil hier einst drei Mühlen arbeiteten, die heute als Gasthöfe firmieren.

Am Ende des Mühlentals kommt man zur Wüstung Baumkirchen. Irgendwann im 9. Jahrhundert – dafür sprechen Keramikfunde aus karolingischer Zeit – begann die Geschichte dieser Ortschaft. 600 Jahre später, im 15. Jahrhundert, verließen die Bewohner von Baumkirchen ihr Tal und zogen nach Laubach. Man kann heute die 2009 rekonstruierten Grundmauern der früheren Kirche bewundern.

Noch weiter südlich erheben sich der Wintersberg (450m) und der Thomasbügel (418m). Zwischen beiden Bergen liegt die Quelle der Wetter, der Namensgeberin der Wetterau. Die Wetter legt von ihrer Quelle im Laubacher Hügelland bis zur Mündung in Assenheim rund 69km zurück und ist damit der wichtigste Zufluss der Nidda.

Nimmt man die Strecke von Freiseen bis zur Wetter-Quelle und wandert die gleiche Streckenlänge ab der Wetter-Quelle nordöstwärts, dann kommt man zur Alten Höhe (535m) bei Altenhain. Sie ist die höchste Erhebung im Gießener Becken.