Neuhof (Taunusstein)

Der östlichste Stadtteil von Taunusstein und die erste Siedlung im Aartal ist Neuhof. Hier kreuzen sich die B 275, die entlang der Aar weiter nach Idstein führt und die Hühnerstraße B 417, die von Wiesbaden in den Goldenen Grund und weiter nach Limburg führt. Rund um Neuhof erstrecken sich an den Hängen ausgedehnte Felder. Erst dahinter in den höheren Höhenlagen beginnt rund um den Ort der Wald.

Schatzsuchern bekannt sollte das als Henkershaus am alten Ortsrand gelegene Anwesen sein, in dem bis 1688 der für die Idsteiner Grafen tätige Scharfrichter wohnte. Die Bauzeit des Fachwerkhauses wird um 1600 datiert, es ist damit das älteste Haus in Neuhof. Gerüchte besagen, der gräfliche Scharfrichte solle ein Vermögen angesammelt und zum Teil vergraben haben. Und tatsächlich: ein 1977 gefundener Münzschatz enthielt ca. 180 zwischen 1598 und 1680 geprägte Silber- und Goldmünzen.

Die 1717 eingeweihte evangelische Kirche wurde anstelle einer 1333 erwähnten gotischen Kapelle errichtet und besitzt einen Haubendachreiter mit Uhr.

Die alte Schule in der Keplerstraße gegenüber der Kirche wurde 1809 mit einem Fachwerkobergeschoss erbaut. Die zugehörige Scheune von 1811 wurde 1934 zum Feuerwehrgerätehaus mit einem verschiefertem Dachturm umgestaltet.

Südlich von Neuhof in Richtung der Siedlung Platte liegen zwei Naturschutzgebiete, die 9ha große Neuhofer Heide mit sehenswertem Heidekrautbewuchs auf der Fläche eines ehemaligen Segelflugplatzes und das Gebiet Silberbach, Schwarzbach und Fürstenwiese.