Natura Trail Rund um den Glauberg (Wetterau)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 13 Min.
Höhenmeter ca. ↑324m  ↓324m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Naturfreunde Bad Vilbel haben einen Beitrag zu dem Wegenetz der Natura Trails geleistet und an der Keltenwelt am Glauberg einen entsprechenden Rundwanderweg angelegt, der die Naturschönheiten im Niddertal in den Fokus nimmt.

Wir starten unsere Wanderung auf dem Natural Trail am Naturfreundehaus Glauberghaus am Westhang des Glaubergs (276m). Wir wandern im Uhrzeigersinn los und hinab nach Glauberg. Hier kreuzen passieren wir den Bahnhof Glauburg-Glauberg (der Ort heißt Glauberg, die Gemeinde Glauburg), der an der Niddertalbahn von Bad Vilbel nach Stockheim liegt.

Es geht über die Nidder und vorbei an der Glauberger Mühle. Jetzt halten wir uns nördwärts und kommen nach einiger Zeit ins Naturschutzgebiet Nidderauen von Stockheim. Naturnahe Auenbereiche mit Feuchtwiesen, Röhrichten und Stillgewässer bieten hier ideale Lebensräume für viele Arten, z.B. Weißstorch, Tüpfelsumpfhuhn, Kiebitz und Laubfrosch. Die Sumpfschildkröte wurde wieder angesiedelt und auch der Biber ist mittlerweile wieder heimisch.

Die Wetterau ist das bedeutendste Brutgebiet für Wasser-, Wat- und Wiesenvögel und das einzige hessische Brutgebiet für Sumpfohreule, Uferschnepfe, Spießente und Rotente. Viele Zugvögel nutzen die Nidderauen als Zwischenstadion auf ihrer Reise.

Auf Höhe der Landstraße nach Stockheim treffen wir auf das Hofgut Leustadt, das auf eine frühere Wasserburg zurückgeht. Man munkelt, die Wasserburg sei das Dornröschenschloss der Brüder Grimm gewesen. Auf dem 45ha großen Gesamtareal des Hofguts Leustadt befinden sich mit dem Schloss neun historische Gebäude. Der Schlossbau ist dreigeschossig und hat einen mittelalterlichen Wohnturm mit zwei Meter dicken Wänden. Erweitert wurde der Bau im 15. und 17. Jahrhundert.

Durch die Nidderauen kommen wir nach Effolderbach und gehen am Ortsrand entlang zum Sportplatz und von hier einen Stichweg zum Vogelbeobachtungshaus. Zurück auf der Hauptroute wandern wir südwärts und kreuzen erneut die Nidder.

Wenig später erreichen wir Stockheim, den Verwaltungssitz der Gemeinde Glauburg. Wir laufen direkt auf die kleine katholische Kirche St. Judas Thaddäus zu, die 1927 errichtet wurde. Kunstgeschichtlich interessant ist die Kirche, weil sie ein stilreiner Art-déco Bau und damit recht einzigartig für die Wetterau ist.

Nun verlassen wir Stockheim und wandern hinauf auf den Glauberg. Dabei kommen wir an der Hütte des Vogelsberger Höhen-Clubs vorbei und erreichen schließlich als krönenden Abschluss das Forschungszentrum und Museum Keltenwelt am Glauberg. Hier erfährt man Wissenswertes über den sensationellen Fund des Keltenfürsten vom Glauberg und kann zugleich den schönen Blick ins Seemenbachtal genießen.

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