Mühlenkopfschanze, Grebensteine und Ittertal (Qualitätstour W1 Willingen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑313m  ↓313m
Wegweiser

Wie verwegen muss man sein, sich da runter zu stürzen? Muss man Upländer sein? Obwohl Willingen eine Gemeinde im Hessen ist, firmiert es unter Willingen im Sauerland (und das gehört ja im Großteil zu Nordrhein-Westfalen). Das Upland bezeichnet den nordwestlichen Teil des Rothaargebirges. „Upland“ - über dem Land. Und fliegend drauf sein, muss, wer von der weltweit größten Großschanze abheben will, der Mühlenkopfschanze.

Von Willingen wandern wir nach Süden. Start ist beim Lagunenbad, der Eissporthalle, dem Kino und der Touristen-Information. Es geht durch das romantische Strycktal und durch Wiesen mit den Sträßchen und Wegen Am Ettelsberg, Am Triasbusch und vorbei am Wild- und Freizeitpark Willingen. Wir tauchen in den Wald ein, östlich ist Stryck und wir erleben den Waldlehrpfad mit Kohlenmeiler und Infos hinauf zur Mühlenkopfschanze.

Beeindruckend ist der Blick auf die berühmte Willinger Mühlenkopfschanze, die alljährlich Schauplatz des Weltcup-Skispringens ist. Sie steht auf dem bewaldeten Nordosthang des Mühlenkopfs (ca. 815m), der ins Tal der Itter abfällt. Auf der neu gebauten Großschanze, mit einer Hillsize von 145m, wurde erstmals 2001 der Weltcup ausgetragen. Eine 20 Personen fassende Standseilbahn führt vom Auslauf bis hinauf zum Anlaufturm. Den Schanzenrekord hält seit 2005 mit 152m der Finne Janne Ahonen. Wir lassen lediglich den Blick fallen, über das Upland und die Gipfel des Hochsauerlands. Wer sich selbst noch ein wenig intensiver mit Höhenerlebnissen beglücken möchte, kann den Hochseilgarten Willingen besuchen.

An das Schanzengebiet schließt sich das Naturschutzgebiet Grebensteine an. Darin ist ein besonders uriger Schluchtwald und man findet große Gesteinsbrocken. Das Klima ist wegen der Höhe, der Quellen und niedrigen Temperaturen beinahe montan.

Nach knapp 5km macht die Runde einen engen Bogen und es geht paradiesisch ins Tal der Itter hinab, erst mit Wald, dann mit Wiesen. Alsbald sind wir in der Auenlandschaft und schauen uns den Landehang von unten an, vielleicht bei einem Getränk im Café Aufwind. 

Wir folgen der von den Höhenspringern unbeeindruckt dahinfließenden Itter, die wir auch über Brückchen queren, an Stryck vorbei und gelangen zum Stryckteich und Stryckpark mit Kurpavillon, kommen an Minigolf vorbei, sehen das Viadukt, und kommen zum Ausgangsort zurück.

Vgwort