Mainufer-Wanderung bei Seligenstadt und Karlstein am Main


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Länge: 16.23km
Gehzeit: 03:37h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Manch einem ist Seligenstadt nur durch das Seligenstädter Dreieck bekannt, wo die A 45 in die A 3 einmündet. Doch die in karolingischer Zeit gegründete Stadt ist ein lohnenswertes Ausflugsziel mit viel historischer Bausubstanz und natürlich dem Mainufer vor der Tür.

Wir beginnen unsere Wanderung am Bahnhof Seligenstadt, der an der Odenwaldstrecke (von Hanau über Michelstadt nach Eberbach) liegt. Vom Bahnhof spazieren wir durch die Wolfstraße zum Marktplatz. Hier steht umringt von schmucken Fachwerkhäusern das klassizistische Rathaus Seligenstadt. Der quadratische Turm erinnert übrigens nicht nur an einen Kirchturm. Es ist der Kirchturm der ehemaligen Pfarrkirche.

Vom Marktplatz geht es direkt zum Mainufer. Man folgt dem Fluss nach rechts und passiert die Überbleibsel der mittelalterlichen Kaiserpfalz Seligenstadt. Wenig später ist man am Anleger der Mainfähre Seligenstadt. Mit ihr setzen wir ans andere Ufer über (Kosten: 0,80 Cent pro Person und Fahrt; Stand: 2018).

Am anderen Mainufer sind wir in Bayern, genauer in Karlstein am Main. Hier stand einst das erste deutsche Atomkraftwerk, das Kernkraftwerk Kahl. Es ging 1960 in Betrieb und wurde 1985 stillgelegt. Die Abrissarbeiten dauerten bis 2010, also ähnlich lange wie der Betrieb. Und der Abriss war deutlich teurer als der Bau.

Wir folgen dem Mainuferweg zur Marina Karlstein, vorbei an Großwelzheim bis nach Dettingen. Hier wechseln wir über die Kilianusbrücke erneut die Uferseite und kommen nach Mainflingen. Wir wandern nach links zur St. Kilian Kirche, die 1821 erbaut wurde. Wir folgen dem Mainufer, bis wir nach rechts in die Seestraße einbiegen.

Durch die Seestraße kommen wir zum Badesee Mainflingen (rechterhand) und zum Naturschutzgebiet Bong’sche Kiesgrube und Mainufer bei Mainflingen (linkerhand). Zwischen den Seen wandern wir vor bis zur Landstraße L 2310. Direkt vor uns stehen die Sendeanlagen Mainflingen. U.a. wird von hier das Zeitzeichen versendet, mit dem sich die Funkuhren in Deutschland und großen Teilen Europas synchronisieren.

Auf Höhe der Sportanlage Zellhausen halten wir uns rechts und wandern zum Königsee, passieren dann an der Käthe-Paulus-Schule die Landstraße und gehen auf dem Rödchesweg zurück nach Seligenstadt. Der Rödchesweg führt zur Einhardschule, wo wir rechts in die Einhardstraße biegen und zur Einhard-Basilika spazieren.

Die Einhard-Basilika (offiziell: St. Marcellinus und St. Petrus Kirche) geht zurück auf die Gründung des Klosters Seligenstadt durch Einhard, den Biografen Karls des Großen im 9. Jahrhundert. 1925 wurde die Kirche durch den Papst zur Basilica minor erhoben. Die Einhard-Basilika ist das Wahrzeichen von Seligenstadt. Von der Einhard-Basilika gehen wir dann zurück zum Bahnhof Seligenstadt.

Bildnachweis: Von Tilman2007 [GFDL] via Wikimedia Commons

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ivw