Laurenburg

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Kaum hat die Lahn den Cramberger Bogen verlassen, erreicht sie Laurenburg, die Perle an der Lahn. Dank dem guten Klima und dem Fehlen einer Durchgangsstraße ist Laurenburg eine Oase der Ruhe, von der aus man gut Wanderungen entlang der Lahn oder in Richtung Herthasee und Höchst unternehmen kann.

Wahrzeichen und Namensgeber des Orts ist die Burg Laurenburg. Ihre Gründung liegt im Dunkeln, aber bereits 1093 n.Chr. wurde sie in einer Urkunde erwähnt. Sie der ursprüngliche Stammsitz der Nassauer; von hier kommen die Vorfahren des niederländischen Königshauses und der Großherzöge von Luxemburg. Wann die Laurenburg zerstört oder verlassen wurde, ist nicht bekannt. Als jedoch Peter Melander 1643 die Esterau erwarb, war die Laurenburg bereits verfallen. Auch danach kümmerte sich niemand so Recht um die Burgruine, bis sie 1985 in privaten Besitz kam. Seitdem ist der fünfeckige Hauptturm wieder restauriert und kann besichtigt werden. Von hier bietet sich ein sehr guter Blick über das Lahntal und die Höhen von Westerwald und Taunus.

Im Hauptturm ist das Kleine Militärmuseum Burg Laurenburg untergebracht. Hier ist eine private Militaria-Sammlung ausgestellt, die vor allem Helme, Säbel und Schusswaffen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts umfasst. Der Eintritt zum Museum im Bergfried der Laurenburg ist kostenfrei, wobei für die weitere Erhaltung eine Spende erbeten wird.

Unterhalb der Burg ließen sich die Fürsten von Anhalt-Bernburg-Schaumburg im 18. Jahrhundert ein kleines Schlösschen als Sommerresidenz bauen. Das Schloss Laurenburg wurde 1859 an die Grube Holzappel verkauft, die ab 1860 hier die Direktion unterbrachte, die zuvor in Holzappel im Herrenhaus zum Bären ihre Arbeit verrichtete. Nach der Stillegung der Bergwerkbetriebs 1952 kam das Schloss Laurenburg an die evangelische Kirche und später an das Diakonie-Pflegeheim Scheuern, das hier seit 1975 ein Wohnheim für Behinderte betreibt.

Für Wanderer hat der Heimatverein Laurenburg einige Rundwege ausgearbeitet. Route 8 führt von der Ortsmitte Laurenburg nördlich in Richtung Holzappel. Über Dörnberg-Hütte und den Grubenlehrpfad geht’s zur ehemaligen Waldensersiedlung Charlottenberg, wo mit 320m ü. NN der höchste Punkt des Weges erreicht ist. Am Brandenburger Hof vorbei kommt man zum Feuerlöschteich Bärensee und dann weiter zum Herthasee. Ein Gang durch Holzappel führt am Markt mit Bärenbrunnen und Goethehaus vorbei, bevor der Rückweg über Scheidt und durchs Wäschbachtal wieder die Laurenburg ansteuert. Dieser Rundweg ist 11km lang; aber leider nicht durchgängig ausgeschildert.

Die alternative Tour ist die Rundwanderung 2, die auf 9km östlich in die Cramberger Schleife auf den Eidenheck führt. Ausgangspunkt ist Laurenburg, das man in Richtung Friedhof verlässt. Auf einem Wirtschaftsweg erreicht man die Schutzhütte Sonnenwinkel und kommt dann an einer Engstelle an das Käsleier Loch, ein 15m tiefer Stollen, der Fledermäusen als Schlafstätte dient. Im weiteren Verlauf passiert man die Fischerhütte und erreicht das Naturschutzgebiet Gabelstein-Hölloch, das seinen Namen dem auf der gegenüberliegenden Lahnseite sich erhebenden Felsmassiv verdankt. Entlang der stillen Lahnschleife auf unbefestigtem Weg geht es langsam retour. Auf der Höhe des Lahnhöhenweges führt rechts ein Weg ins Tal, direkt zur Scheidter Schleuse. Weiter durchs Wäschbachtal kommt man über das „Scheidter Pfädchen“ zurück nach Laurenburg.