Lang-Göns

Die Gemeinde Langgöns existiert in ihrer heutigen Zusammensetzung seit 1977 und wird topografisch in einen östlichen und einen westlichen Teil unterteilt. Der westliche Teil mit den Orten Espa, Cleeberg und Oberkleen liegt an den waldreichen Taunusausläufern, der östliche Teil mit Lang-Göns, Dornholzhausen und Niederkleen befindet sich bereits im Übergang zur Wetterau.

Hauptort der Gemeinde Langgöns ist der Ort Lang-Göns, der interessanterweise eine andere Schreibweise nutzt als die Kommune. Historisch leitet sich das aus dem alten Namen Langen Gunse ab, das in dieser Form erstmals 1233 urkundlich erwähnt wurde. Die Besiedlung der Gemarkung reicht allerdings weit in vorchristliche Zeit zurück.

Sehenswert ist die evangelische Jakobus-Kirche in Lang-Göns mit ihrem markanten Kirchturm, der 2006 umfassend restauriert wurde. Der 48m hohe Turm stammt aus der Zeit um 1490. An der südlichen Turmwand der Jakobuskirche befindet sich ein spätgotisches Steinrelief, das den heiligen Jakobus zeigt, der in der linken Hand die Jakobsmuschel trägt. Der goldene Turmhahn datiert auf das Jahr 1691 und wacht – frisch vergoldet – nach wie vor über Lang-Göns.

An den Zuzug von Aussiedlern nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert heute die Bärner Heimatstube, die 1974 eingerichtet wurde. Hier werden viele Dokumente, die aus der alten Heimat im Kreis Bärn im Sudentenland mitgebracht wurden, aufbewahrt, um sie der jüngeren Generation zu erhalten.

Westlich von Lang-Göns liegt Dornholzhausen. Sehenswert ist hier die evangelische Kirche aus dem Jahr 1717. Sie geht auf eine ehemalige Kapelle zurück, die bereits im 12. Jahrhundert errichtet worden ist. Die kleine Kirche hat einen sekundären Fachwerkvorbau im Westen, ein verschiefertes Satteldach und einen achtseitigen Spitzhelm.

Im kleinen Niederkleen finden sich einige bemerkenswerte Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert wie z.B. das Ohly’sche Haus. Ein anderes schönes Anwesen ist das alte Rathaus von 1701. Seit 1993 beherbergt es die Heimatstube Niederkleen. Zur Heimatstube gehört auch das an das Rathaus angebaute ehemalige Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr Niederkleen. In diesem sind landwirtschaftliche Geräte für Hof und Feldarbeiten aus dem 19. und 20. Jahrhundert ausgestellt.