Lahnsteiner Pforte

Das Obere Mittelrheintal gilt gemeinhin als der schönstes Abschnitt des Rheins und ist seit 2002 auch als Welterbe durch die UNESCO geschützt. Das Obere Mittelrheintal verläuft über 67km von der Mündung der Nahe bei Bingen bis zur Mündung der Mosel bei Koblenz am Deutschen Eck. Das nördliche Endstück ist die Lahnsteiner Pforte, die den Übergang vom sogenannten Rheinengtal in das weite mittelrheinische Becken markiert.

Die Lahnsteiner Pforte umfasst im engeren Sinn nur die Talenge im Mündungsbereich der Lahn in den Rhein. Im Zuge der Welterbe-Ausweisung durch die UNESCO wird mittlerweile aber der gesamte rechtsrheinische Bereich von Lahnstein bis nach Koblenz als Lahnsteiner Pforte bezeichnet. Landseitig zieht sich dieses Gebiet bis zur Denzerheide nach Osten und stößt dort an die Landschaften der Montabaurer Höhe und des Emsbachtals.

Von Bad Ems und Fachbach kommend windet sich die Lahn ein letztes Mal bei Friedrichssegen, einem alten Bergbaurevier. Hier wurden – links der Lahn – in der Zeche Friedrichssegen von 1850 bis 1913 Erze gefördert und noch heute informiert ein kleines Bergbaumuseum über die Geschichte dieses Stadtteils von Lahnstein.

Zwischen Friedrichssegen und Niederlahnstein liegt die Ruppertsklamm, eine 2km lange Felsenschlucht, die in den Verlauf des Rheinsteigs und des Lahnhöhenwegs eingearbeitet ist und als einer der Höhepunkte dieser Weitwanderwege gilt. Seit 1936 ist die Ruppertsklamm auf knapp 12ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Ruppertsklamm überwindet einen Höhenunterschied von 235m. Der Wanderweg führt über Brücken und Stege und ist zum Teil mit dicken Seilen gesichert. Der Eingang liegt an der Bundesstraße B 260 von Bad Ems kommend an der ehemaligen Hohenreiner Hütte. Am Ende der Klamm befindet sich eine offene Schutzhütte mit Kamin, die unbewirtschaftet ist.