Kotthausen (Marienheide)

Eine wechselvolle Geschichte hat der Bahnhof von Kotthausen, einst Haltestelle an der Volmetalbahn. Die eingleisige Bahnstrecke hat ihren Namen von dem Fluss Volme, der von Meinerzhagen bis zur Mündung in die Ruhr bei Hagen die natürlich Grenze zwischen Sauerland und Bergischem Land bildet.

Der Bahnhof von Kotthausen wurde 1893 zusammen mit dem Streckenabschnitt von Marienheide nach Gummersbach eröffnet. Er entwickelte sich mit der Zeit zu einem wichtigen Umschlagplatz für den Personen- und Güterverkehr und musste nochmals erweitert werden. Der Streckenabschnitt bei Kotthausen galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als die am häufigsten befahrene eingleisige Strecke im Königreich Preußen.

Grund für diesen Aufschwung waren die beiden Steinbrüche bei Kotthausen, die die für den zunehmenden Baubetrieb des Königreiches Preußen benötigte Grauwacke lieferten. Grauwacke war nicht nur wichtig beim Errichten von Gebäuden, sondern auch als Pflasterstein sowie als Schotter für den Eisenbahn- und Straßenbau. Allein im Oberbergischen Land sorgten 76 Steinbruchbetriebe für Nachschub. 1958 war allerdings Schluss mit der Grauwacke aus Kotthausen.

Kotthausen liegt im Süden des Wandergebietes Wippertal am Oberlauf der Leppe. Kotthausen hat dem Wanderer eine abwechslungsreiche Landschaft zu bieten und ist von mehreren Anhöhen umgeben: Im Nordosten liegen Moosberg (346m), Schieferstein (365m) und Steinert (389m), im Süden der Warenkopf (401m).