Kirchsahr

Kirchsahr liegt am Sahrbach, einem Flüsschen, das im Flamersheimer Wald entspringt und über Houverath, Kirchsahr und Burgsahr auf 15km der Ahr zufließt, die der Sahrbach in Kreuzberg erreicht. Erst hinter Houverath hört das Flüsschen auf den Namen Sahrbach weshalb man mit Fug und Recht behaupten kann, das Kirchsahr das Herz des Sahrbachtals ist, das zu schönsten Seitentälern der Ahr zählt.

Bedeutendes Kulturdenkmal in Kirchsahr ist die katholische Pfarrkirche St. Martin. Der barocke Saalbau stammt aus der Zeit um 1730. Die Ersterwähnung der Martinskirche liegt im Jahr 1302. Ihre Grundmauern sollen auf 1100 zurückzuführen sein.

Kunsthistorisch recht einmalig ist das Triptychon der Kölner Malschule aus dem frühen 15. Jahrhundert. Seit 1782 ist das Altarbild in Kirchsahr zu bestaunen, das ursprünglich für die Stiftskirche in Münstereifel angefertigt wurde. In der Kirche St. Martin ist überdies noch eine seltene Türkenmadonna zu bewundern.

Erstmalig erwähnt wurde Kirchsahr, das aus den Ortsteilen Binzenbach, Burgsahr, Hürnig und Winnen besteht, als Sarna in Pago Bunnoniensi im 10. Jahrhundert. In Kirchsahr kann man sich neben der Tradition des Erzbergbaus im privaten Landwirtschaftlichen Museum (Anmeldung erforderlich) über das Leben und Arbeiten informieren.

Kirchsahr ist Start- bzw. Zielpunkt gleich dreier schöner Wanderwege: Der Gottfried-Kinkel-Weg (11km) führt nördlich oberhalb des Sahrbachtals nach Kreuzberg, der Sahrbachtaler Höhenweg (20km) südlich über Lind nach Kreuzberg und der Sahrbachweg (8km) entlang des Bachtals. Weitere kleinere Themenwege wie der Milchstraßenweg oder der Galaxienweg bilden schöne Verbindungen zwischen diesen Hauptrouten.