Kreuzberg (Ahr)

Eifelerleben von der besten Sorte bietet Kreuzberg mit der Burg Kreuzberg, die herrschaftlich auf einem steilen Felsen das Panorama über den Mündungen von Vischelbach und Sahrbach in die Ahr bestimmt. Burg Kreuzberg stammt im Kern wohl aus dem 14. Jahrhundert. Die Kernburg steht auf einem fast dreieckigen Grundriss auf dem Burgplateau und ist von einer inneren Ringmauer umgeben. Östlich steht hoch erhobenen Hauptes der weiße Bergfried, der wahrscheinlich im 14. oder 15. Jahrhundert errichtet wurde.

Der Wohntrakt und das, was man nach der Zerstörung 1686 durch den Pfälzischen Erbfolgekrieg heute sieht, geht mehrheitlich auf das 18. Jahrhundert zurück, wobei mittelalterliches Mauerwerk Verwendung fand. Die Familie von der Heyden war Bauherr der 1783 errichteten spätbarocken Burgkapelle St. Antonius. 1820 kam Burg Kreuzberg dann an die Familie Boeselager, die die Burg bis heute privat nutzt. Bis auf die Kapelle ist die Anlage daher nicht zu besichtigen.

Doch auch die Denkmalzone rund um Burg Kreuzberg bietet dem Wanderer viele optische Reize der Vergangenheit. In der Burgstraße 8 steht ein teilweise massives Fachwerkhaus, dessen Ursprünge im 17. Jahrhundert liegen sollen, jedoch auf das 19. Jahrhundert datiert sind. Gleich benachbart ist ein Wohnhaus mit Krüppelwalmdach, das auf das 18. Jahrhundert zurückgeht. Geht man die Straße weite, findet sich bei Nummer 31 ein Fachwerkhaus in Ständerbauweise aus dem gleichen Jahrhundert.

Kreuzberg ist ein Haltepunkt der Ahrtalbahn. Sie verbindet über 29km meist eingleisig die Orte Remagen und Ahrbrück in Ost-Westrichtung. Über die Ahr spannt sich zwischen dem Ortskern und dem Campingplatz Viktoria Station das Ahrtalbahn-Viadukt. Die gemauerte Bogenbrücke zeichnet eine malerische horizontale Linie, im Hintergrund der Berg mit der Burg Kreuzberg.

Der Bahnhof Kreuzberg geht auf die Zeit um die 19. Jahrhundertwende zurück. Dokumente verweisen auf das Jahr 1888, wobei man davon ausgeht, dass der Bahnhof zu Beginn des 20. Jahrhunderts erneuert und umgestaltet worden ist. Ein Museumsverein hat bis 2004 das ehemalige Bahnbetriebswerk mit dem Ringlokschuppen, der neun Stände besaß, südlich des Ortskerns, gepflegt. Das Bahnbetriebswerk war 1918-87 in Nutzung. Durch den zunehmenden Verfall ist die Zukunft des Lokschuppens ungewiss und es existiert eine Abrissgenehmigung.

Wo Wasser ist, ist auch oft eine Mühle. In Kreuzberg ist es die Eichen-Lohe-Mühle am Vischelbach. Die aus Bruchsteinen gemauerte Mühle war dazu da, die aus Fichten- und Eichenrinden gewonnenen pflanzlichen Gerbmittel zu zermahlen. Das Wehr der Mühle diente auch dazu, die Rieselwiesen zwischen Sahrbachtal und Pützfeld zu bewässern, um den Kühen genügend saftiges Weideland zu bieten. Bis in die 1950 Jahre wurde in der Mühle Getreide gemahlen. Heute wird die Mühle privat bewohnt.

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