Vischelbachtal

Der 11km lange Vischelbach entspringt im Flamersheimer Wald und fließt im Wesentlichen durch das Gebiet der Gemeinde Berg bei Ahrweiler nach Kreuzberg der Ahr zu. Das Vischelbachtal gehört zu den selten gewordenen fast intakten Mittelgebirgstälern und durchzieht einen alten Waldbestand, mit vielen hundertjährigen Buchen und Eichen.

Nur um die 1.300 Menschen leben in Berg und dessen Ortsteilen Freisheim, Krälingen, Häselingen, Vellen und Vischel. Hier kann man ein wenig abseits vom Ahrtaltourismus noch verschlungene natürliche Wege erkunden. Die katholische Kirche St. Antonius in Berg wurde im 18. Jahrhundert als schlichter Saalbau errichtet und Mitte des letzten Jahrhunderts erweitert.

Etwas südwestlich von Berg liegt der Ortsteil Freisheim mit der katholischen Kirche St. Rochus und Sebastian aus den Jahren 1923-24 und einem hübschen Altar. Das älteste Gotteshaus hat Vischel zu bieten. Der Ort liegt am Ende eine Sackgasse südöstlich von Berg nahe des Vischelbachs. Der Chor der katholische Kirche St. Nikolaus stammt wohl aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und das Schiff aus offenem Bruchstein von 1573 und aus dem 18. Jahrhundert.

Auffällig ist das Schloss Vischel, hier scheint das zivile Leben einen Abschluss in der Naturlandschaft zu zeigen, da die ausgebaute Straße endet. Seinen historischen Ursprung hat das heute in Privatbesitz befindliche Schloss Vischel vermutlich im 9. Jahrhundert. Das heutige Schloss Voschel wurde 1829 wahrscheinlich auf den alten Fundamenten errichtet. Das Haupthaus hat fünf Achsen und zum Hof hin ein Mittelrisalit. Die Brücke führt heute über einen verlandeten Wassergraben.