Ketternschwalbach

Zu Füßen des bewaldeten Höhenzugs, der sich von der Aar bis zum Wörsbach erstreckt und von Süden kommend das letzte Waldgebiet vor der geschlossenen landwirtschaftlichen Nutzfläche bis nach Limburg hin abgrenzt, liegt einen Kilometer abseits der Hühnerstraße Ketternschwalbach.

Im Ort ist die alte Schule von 1824 erwähnenswert, die sich hinter der Kirche als Fachwerkhaus auf etwa quadratischem Grundriss erhebt. Der streng symmetrisch aufgebaute Fachwerkbau, dessen Giebelseite verschiefert ist, gilt als frühes Beispiel einer Dorfschule.

Die in der Ortsmitte gelegene evangelische Kirche geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Aus dieser Zeit stammt noch der Turm, wobei das Kirchenschiff erst um 1700 angefügt wurde. Die Kanzel mit ihren Schnitzereien entstand wohl um 1700, der Taufstein 1719 und die Orgel um 1816.

Ein gusseiserner Laufbrunnen, wahrscheinlich aus der Produktion der Michelbacher Hütte um die Jahrhundertwende findet sich im Dorf und gilt als Dokument der dörflichen Wasserversorgung und gleichzeitig traditionelles Element des Straßenbildes in vielen Dörfern des Untertaunus.

Rund 1km östlich von Ketternschwalbach entspringt am Bruchberg (376m) der kleine Palmbach. Er fließt über Ketternschwalbach, Panrod und Burgschwalbach der Aar zu, die er nach 10km bei Zollhaus erreicht.