Kakushöhle (Dreimühlen)

Die Kartsteinfelsen mit der prähistorischen Kakushöhle liegen westlich des Örtchens Dreimühlen im Mechernicher Eifelvorland. Durch den Ort fließt der kleine Hauserbach.

In dem Naturschutzgebiet Kartsteinhöhlen mit Kakushöhle wurden Funde gemacht, die darauf hinweisen, dass hier schon vor 80.000 Jahren Menschen lebten. Die Höhle liegt an einem Kalkhang mit einem Schluchtenwald aus Ulmen, Ahorn und Eschen, Buchen und Eichen sowie Hainbuchen. Nicht nur Neandertaler suchten hier eine Bleibe. Auch in der Antike und im Mittelalter bot die Kakushöhle Schutz und war vielleicht auch eine spätrömische Fliehburg.

Die Kakushöhle ist nicht etwa so mickrig, dass man sich den Kopf allgegenwärtig anstößt. Sie ist geräumig und man betritt die Wohnung der „Feuersteins“ oder „Geröllheimers“ durch eine 10m hohe Eingangshalle. Es gibt Nebenräume, Nischen für die Nachtruhe und Vorratskammern. Einer Sage nach wütete einst ein Riese namens Cacus in der Höhle. Der konnte natürlich Feuer spucken und morden und wurde schließlich vom Griechischen Herkules bezwungen.

Das Höhlensystem wurde 1911 archäologisch erschlossen und bereits 1932 unter Naturschutz gestellt. Entstanden sind die Höhlen etwa vor 300.000 Jahren. Die Gegend kann man sich sehr gut per Rundwanderweg Kakushöhle (9km) erschließen.

In Dreimühlen selbst gibt es einige kleine Weiher und natürlich historische Mühlengebäude. Die Mühlen sind heute stillgelegt, doch wer aufmerksam durch das 55-Seelen-Dorf wandert, findet Relikte aus der Mühlenzeit. Die älteste Mühle, die noch funktionstüchtig ist, ist die Mühle Giesen. Auf den rund zwei Kilometern zwischen Dreimühlen und dem nördlich gelegenen Eiserfey klapperten früher 16 Mühlräder.

Regionaler Bezug:

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