Eifelspur Wasser für Köln (von der Kakushöhle entlang des Römerkanals)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑543m  ↓543m
Eifelspur Wasser für Köln Markierung Beschilderung Wegzeichen

Wasser für Köln - nicht zu verwechseln mit Kölnisch Wasser. Wir erkunden heute eine alte Wasserleitung. Rund 100km lang ist diese Eifelwasserleitung, die zu den größten römischen Bauten diesseits der Alpen gehört. Die hat auch der Römerkanal-Wanderweg im Blick. Wir wollen aber eine Runde drehen und zwar um Vollem, von der Kakushöhle über Weyer, Urfey nach Vussem und Eiserfey.

Folgende Naturschutzgebiete durchstreifen wir dabei: Kartsteinhöhle mit Kakushöhle, Weyrer Wald und Hahnenberg, Kalkmagerrasenkomplex bei Weyer. Historische Highlights der Römer sind: Aquäduktbrücke Römerkanal, Aquäduktbrücke Mechernich-Vussem, Brunnenstube, Römisches Sammelbecken.

Die Kakushöhle bei Dreimühlen ist Anfang und Ende der Runde. Die frei zugängliche Kakushöhle ist recht geräumig, eine der größten offenen Höhlen in der Eifel und Teil des 1932 ausgewiesenen Naturschutzgebiets Kartsteinhöhlen mit Kakushöhle. Bereits die Neandertaler nutzen sie, das ist jetzt rund 80.000 Jahre her. Wir gehen die Treppen.

Durch Wald, Wiesen und Felder wandern wir leicht ansteigend zur Pfarrkirche St. Cyriacus am Ortsrand von Weyer inmitten eines ummauerten Friedhofs. Die Wurzeln der Kirche liegen im 12. Jahrhundert. Was sich uns zeigt wurde um 1500 errichtet, die kreuzgewölbte Eingangshalle 1788. Wir streifen Weyer und wandern mit Aussichten durch die offene Landschaft.

Unterm Blätterdach sind wir im Naturschutzgebiet Weyrer Wald und Hahnenberg, wo wir eine Runde durch die Bäume schlagen und abwärts nach Urfey kommen, mit dem Urfeyer Bach. Mit dem fließt es sich sogleich leicht zur Aquäduktbrücke Römerkanal. Auch der Kallmuther Bach nimmt den Weg, einst floss er über das Bauwerk bei Vollem. Der Bau misst 7,3m x 1,79m und wurde aus behauenen Quadersteinen gemauert.

Waldrand und Wiesen begleiten in Richtung Kallmuth und wir sehen die Römische Brunnenstube, auch Klausbrunnen genannt. Sie war vermutlich eine der Quellen der Eifelwasserleitung. Die Sohle der Brunnenstube liegt drei Meter unter Geländeniveau. Wir queren die Kaller Straße, Wald und Lichtung im Wechsel. Am Rand von Vollem sind wir auch am Rand des Naturschutzgebiets Kalkmagerrasenkomplex bei Weyer. Durch abwechslungsreiche Eifellandschaft geht’s nach Vussem. Rechts nach der Sporthalle einbiegend über den Feybach und zum nächsten Römerbau.

Die Aquäduktbrücke Mechernich-Vussem, ist auch ein Teil der Wasserleitung, die vom Grünen Pütz, durch die Rur-Eifel und die Voreifel bis nach Köln lief. Diese Brücke wurde teils rekonstruiert, war rund 80m lang und bis zu 10m hoch und hatte vermutlich 13 Bögen.

Am Friedhof vorbei wandern wir nach Eiserfey zum Römischen Sammelbecken, wo das Wasser aus der Brunnenstube ankam und das aus Richtung Dreimühlen und Weyer. Ab hier begann die Hauptwasserleitung nach Köln. An der Kirche St. Wendelin vorbei geht’s zurück zur Kakushöhle.

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