Vollem

Vollem ist ein kleines Dorf im Mechernicher Eifelvorland und liegt im Tal des Veybachs. Fey oder Vey? Man findet beides. Der Veybach (umgangssprachlich: die Veybach) ist ein 23km langer Nebenfluss der Erft, der in Kallmuth als Kallmuther Bach beginnt. Dann fließt der oberhalb von Vollem der Urfeyer Bach hinzu und ab dann heißt er bis zur Mündung bei Euskirchen Veybach.

In Vollem findet sich eine sehr alte funktionstüchtige Wassermühle. Die um 1730 gebaute Vollemer Mühle war Bannmühle für die Ortschaften Urfey, Vollem, Kallmuth und Teile von Dottel und Keldenich. Bannmühle bedeutet, dass die Menschen in den Orten an diese Mühle gebannt, sozusagen gebunden, waren und ihr Korn dort mahlen lassen mussten.

Etwa dort, südwestlich der Ortsbebauung, wo der Urfeyer Bach in den Kallmuther Bachh fließt, steht die Aquäduktbrücke Vollem. Die Brücke war Teil der Römischen Eifelwasserleitung nach Köln. Sie führte Wasser aus dem Quellgebieten am Grünen Pütz über den Kallmuther Bach. Die Brücke, die sich in einem außerordentlich guten Zustand befindet, wurde 1975 bei Straßenbauarbeiten entdeckt, 1981 vermessen und wieder eingebuddelt. Privatem Engagement ist es zu verdanken, dass sie seit 2009 zugänglich ist und mit einem Schutzbau versehen wurde.

Die Brücke ist Station 9 auf dem Römerkanal-Wanderweg. Die Aquäduktbrücke Vollem war 7,3m lang und knapp 1,8m breit und hatte einen Durchlass für den Bach. Es wird vermutet, dass sich der antike Bach ein anderes Bett gesucht hat, die Stelle trocknete und deswegen das Brückchen so gut erhalten ist. Die Weiterleitung des Eifelwassers führte dann durch das Veybachtal zum Sammelbecken in Eiserfey, einer weiteren Station auf dem Römerkanal-Wanderweg.

Regionaler Bezug:

Mechernich Kreis Euskirchen Nordrhein-Westfalen Mechernicher Eifelvorland Rur-Eifel Eifel