Kaiserweg: Vom Harz zum Kyffhäuser


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 99 km
Gehzeit o. Pause: 22 Std. 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑1429m  ↓1626m
Wegzeichen des Kaiserwegs

Wer auf dem Kaiserweg wandert, begibt sich auf die Spuren von Heinrich IV. Der Sage nach flüchtete der Kaiser einst durch einen Geheimgang im Burgbrunnen vor den Sachsen. Entlang des Kaiserwegs finden sich heute zahlreiche Sehenswürdigkeiten und wunderbare Naturansichten.

Der Kaiserweg führt den Wanderer durch die einzigartige Naturlandschaft des Nationalparks Harz. Dieser ist einer der nördlichsten Vorposten der deutschen Mittelgebirge. Diverse Auf- und Abstiege sind hier durchaus in Kauf zu nehmen, daher sind eine gute Kondition und eine ebenso taugliche Ausrüstung zu empfehlen. Dafür wird der Wanderer mit einer einzigartigen und artenreichen Natur belohnt, die in einem der größten Waldnationalparks Deutschlands geschützt wird.

Der Streckenverlauf des Kaiserwegs

Der Kaiserweg beginnt in Bad Harzburg. Wer sich nicht sofort auf die Wanderung begeben möchte, kann die Gelegenheit nutzen, der Ruine der Harzburg auf dem Burgberg einen Besuch abzustatten. Hier begann der Sage nach 1073 die Flucht Heinrichs IV vor den Sachsen durch einen Geheimgang.

Der Weg beginnt dann vom Antoniusplatz aus und verläuft über die Säperstelle und den Reuschenteich zunächst zum Molkenhaus. Der höchste Aufstieg folgt gleich zu Beginn der Wanderung, wenn die beiden Granitklippen „Hopfensäcke“ erreicht werden. Teilweise führt der weitere Wanderweg durch das Quellgebiet der Oder auf mittelalterlich gepflasterten Straßen.

Wir passieren Braunlage und die Lausebuche und kommen nun zum Kapellenfleck, wo noch Überreste einer Elendskapelle aus dem frühen Mittelalter bestaunt werden kann. Weiter führt der Weg nun nach Walkenried, welches für das dortige Zisterzienserkloster bekannt ist. Lohnenswert ist auf jeden Fall ein Besuch des Zisterzienser Museums Kloster Walkenried. Hier wird die außergewöhnliche Historie der Walkenrieder Mönche zu Zeiten des Mittelalters eindrucksvoll dargestellt. Selbst kleinen Besuchern wird hier kaum langweilig werden.

Im weiteren Verlauf führt der Kaiserweg zusammen mit dem Karstwanderweg zur thüringischen Grenze. Über Juliushütte und Ellrich erreichen wir nun die KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora und schließlich auch Nordhausen. Das nordthüringische Städtchen beherbergte einst einen stattlichen Königshof, den gerade im Mittelalter zahlreiche namhafte deutsche Könige einen Besuch abstatteten.

Auf dem letzten Wegstück wandern wir von Nordhausen über Heringen und Hamma in die Badraer Schweiz. Die diversen kleinen Aufstiege belohnen den Wanderer mit wunderbaren Aussichten auf den Harz. Über den Kyffhäuser erreichen wir schließlich Tilleda in Sachsen-Anhalt. Hier endet der Kaiserweg.

Bildnachweis: Von Anaconda74 [CC0] via Wikimedia Commons

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