Vom Rabensteiner Stollen über Hufhaus zum Poppenbergturm


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 29 Min.
Höhenmeter ca. ↑565m  ↓565m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten tief und kommen hoch hinaus, auf dieser Runde, die nördlich von Ilfeld bei Netzkater an der Harzbahn startet. Tief kann man gleich zu Beginn in den Rabensteiner Stollen und sich von der Plagerei der Bergleute einfangen lassen. Hoch geht’s zum Poppenbergturm auf 601m. Die ersten 2,3km werden auch die letzten sein.

Überwiegend werden wir durch den Harzwald wandern. Der Rabensteiner Stollen, bei der Haltestelle der Harzquerbahn Netzkater und wo die B81 in die B4 mündet, und die Bere fließt, ist ein einstiges Bergwerk der Gemeinde Harztor, wo Steinkohle abgebaut wurde. Seit 1981 ist es für Besucher geöffnet. 1737 begann der Abbau, 1949 endete er.

Wir wandern durch den Mischwald und wenn sich die Runde nach ca. 2,3km an der Nordflanke des Rabenkopfs öffnet, halten wir uns links, um mit dem Uhrzeigersinn gen Nordosten zu wandern. Wir genießen dabei den Brandesbach im Brandesbachtal.

Nach rund 6,9km haben wir etwa 540m Höhen und wandern gen Südosten. Nördlich liegt das kleine Birkenmoor mit Teichen und einer handvoll Häuser. Wir kommen über eine Lichtung unterhalb einer Trasse und gelangen auf die Alte Poststraße. Die stößt auf die Alte Heerstraße. Von der biegen wir nach rechts zur Harzhöhe in Hufhaus ab. Hufhaus war ein Gestüt und Forsthaus. Zur DDR-Zeit entstand dort ein VEB Betriebsferienheim von Nordbrand Nordhausen. Nordhäuser Korn ist vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff. Hufhaus besteht aus einigen Bungalows und einem Ferienhotel. Wir haben an der Stelle rund 10,5km Wanderung. 

Nach 12,9km wollen wir auf dem Poppenberg sein, durch Wald kommen wir dahin, wo auch die Stempelstelle 92 der Harzer Wandernadel eingerichtet ist. Der Poppenberg wird auch gern als Fürst Ottos Höhe bezeichnet. Er ist am Südrand des Harzes, nordöstlich von Ilfeld. Der 601m hohe Gipfel des Poppenbergs zeigt sich breit aufgestellt und ist der höchste Berg in diesem Teil des Südharzes. Im Jahr 1894 wurde der erste Aussichtsturm eingeweiht. 

Der Poppenbergturm misst 33,5m, ist eine Stahlgitterkonstruktion und ist nach wie vor ein beliebtes Ziel mit schönen Aussichten. 177 Stufen führen zur Plattform. Über den Unterharz schaut man zum Brocken, über das Thüringer Becken blick es sich in den Thüringer Wald, in der Nähe legen sich Ilfeld, Niedersachswerfen, Neustadt, Nordhausen in die Natur, ebenfalls der Kohnstein und Bielstein.

Hinab kommen wir über eine Lichtung mit Schutzhütte. Mit Wald schließt sich die Runde und wir wandern das bereits bekannte Stück zum Bergwerk Rabensteiner Stollen zurück. Will man sich noch einen Stempel holen, macht man einen kleinen Bogen über den Dreitälerblick.

Bildnachweis: Von Hejkal [CC BY-SA 2.0 DE] via Wikimedia Commons

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