Rundwanderung bei Ilfeld mit Gänseschnabel und Wetterfahne (Harz)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 47 Min.
Höhenmeter ca. ↑597m  ↓597m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Aussichtsreich geht es durch den Südharz. Wir sind unterwegs bei Ilfeld, einem Ort der Gemeinde Harztor. Ilfeld hat nahezu alles, was einen Wanderurlaub im Harz auszeichnet: die Harzquerbahn, eine Tallage mit schön geschnittenen Bachtal, mit der Ilburg eine Burgruine und sagenhafte Ausblicke, nebst Naturschönheiten wie den Gänseschnabel, einen bizarren Felsen.

Wir starten am Bahnhof Ilfeld und nehmen die Bahnhofstraße in Richtung Burgberg (313m), wobei wir die B 4 überqueren. Die Ilburg entstand vermutlich zwischen 1100 und 1150. Sein Erbauer, Elgerus de Bilstein, nannte sich hernach Graf von Ilfeld. Von der Höhenburg sieht man heute Mauerreste. Nun gehen wir nochmal in den Ort, der übrigens einige Fachwerkhäuser unter Denkmalschutz stehen hat sowie ein historisches Rathaus mit einer Heimatstube.

Wir kommen über den Steinbergblick, dann über die Ilgerstraße (B 4) und längs des Kurparks von Ilfeld. Es geht aufwärts! Nächste auffallende Sehenswürdigkeit ist die gerade in die Luft ragende Felsformation Gänseschnabel. Der Porphyritfelsen hat Ähnlichkeit mit dem Geflügelprofil. Man genießt von hier einen schönen Blick ins Beretal.

Die Sage um den Gänseschnabel ist die, dass sich eine Gänsemagd in einen Mönch des Klosters Ilfeld verliebt habe. Da hat eine Hexe den Mönch (auch eine Felsbildung) versteinern lassen, als der der Magd von der anderen Seite zugewunken hat, daraufhin brach die Gänsemagd in Tränen aus und wurde auch zum Fels verhext. Bauliche Substanz des Klosters Ilfeld ging erst in eine Schule über und dann ins das Krankenhaus, heute Neander-Klinik, an Bere und Bahn gelegen.

Weiter geht die Wanderung zum Aussichtspunkt Wetterfahne, der nur rund 600m entfernt ist und auf etwa 477m liegt. Hier fällt der Blick über das Beretal und Ilfeld. Über den Herzberg, durch den Wald, geht es immer weiter bergauf bis zum Lauftberg (556m), wo wir unsren höchsten Punkt erreichen. Wir bleiben obenauf und könnten nach rund 5km insgesamt einen Abstecher zum Aussichtspunkt Brockenblick wagen. Den östlichsten Punkt der Wanderung haben wir, wenn der Wald einer Lichtung mit Schutzhütte Platz macht.

An dem Kreuzungspunkt halten wir uns rechts und nochmal rechts. Dann sind wir auf dem Weg Gottestal. Der bringt uns in Richtung Kupftertalklippen. Davor nehmen wir nach rechts Abschied vom Gottestalweg, denn wir wollen zum Oberen Bielstein und auf den Bielstein. Die Anhöhe Bielstein nördlich von uns kommt auf 450m, wir sind etwas tiefer unterwegs.

Es geht talwärts, wobei wir uns nochmal aufschwingen, wenn wir durch den Wald den Kaulberg (512m) umrunden. Nach etwa 9,1km gesamt zieht es uns zurück ins Tal an die Bere. Dabei streifen wir in Randlage den Weiler Wiegersdorf, überqueren die Bere und sind in Ilfeld.

Bildnachweis: Von Hejkal [CC BY-SA 2.0 de] via Wikimedia Commons

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