Runde über Burg Hohnstein und das Hufhaus durchs Gottestal im Südharz


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑554m  ↓554m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten in der Gemeinde Neustadt im Harz am Waldbad Neustadt und treffen bereits kurz drauf und nach dem Mammutbaum auf die Sehenswürdigkeit der Ruine Burg Hohnstein auf dem Schloßberg (403m).

Burg Hohnstein, so wird gemutmaßt, stammt aus der Zeit um 1120, wobei andere davon ausgehen, sie sei jünger. Auf jeden Fall sieht man wenige Reste von Gemäuer, dass auf das 12. Jahrhundert verweist. Die waldreiche Runde hält im weiteren Verlauf die Talsperre Neustadt parat, das einstige Gestüt Hufhaus und die aussichtsreichen Felsen am Bielstein (450m), im Gebiet der Gemeinde Harztor.

Weiter geht es bergauf und nach rund 3,8km haben wir etwa 165m an Höhe seit dem Start gewonnen und stoßen auf die Staumauer der Talsperre Neustadt, die 1905 fertig wurde und den Krebsbach anstaut. Hier ist eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Das Staubauwerk dient der Trinkwasserversorgung von Neustadt und Nordhausen, weswegen sie auch manchmal Nordhäuser Talsperre genannt wird. Außer drumrum wandern ist alles, andere Freizeitaktivitäten sind hier untersagt. Man will das Wasser ja schließlich trinken. Die Quelle des 12km langen Krebsbachs, der in die Thyra mündet, liegt nur wenig entfernt, nordöstlich der Talsperre.

Rechterhand haben wir die Talsperre, linkerhand den Heidelberg (528m), vor uns die Alte Poststraße, die uns weiter aufwärts und auf den Weg zum Hufhaus führt. Das Hufhaus war einst Forsthaus und Gestüt und hat eine über 300jährige Geschichte. Heute kann man auf der Harzhöhe und beim Hufhaus Urlaub machen.

Wir verlassen die kleine Ansiedlung nach einer Rast und wenden uns dem Brandesbachtal zu. Wir begleiten den Brandesbach mit seinem Lauf. Der Brandesbach fließt bei Netzkater, wo auch die Harzbahn hält, in die Bere. Unsere Runde führt uns wieder aufwärts und bei einer Schutzhütte unterhalb des Poppenbergs (601m), der sich südöstlich erhebt, haben wir auf der Lichtung bei 547m unseren höchsten Punkt.

Jetzt geht es ins Gottestal, so hat man den Weg getauft. Einige Aussichtspunkte wollen uns womöglich näherbringen, warum es Gottestal heißt. Wir gehen vom Gottestalweg abgebogen, über die Kupfertalklippen, Oberer Bielstein und Bielstein (Abstecher) zurück auf den Gottestalweg und talwärts zum Ausgangspunkt Waldfreibad des Kurorts Neustadt zurück, dort wo der Hardtbach fließt.

Zeit, um über die Sage vom Waldgott Biel zu philosophieren. Biel soll von einer der Felsenkanzeln geherrscht, den Wald und alle darin beschützt haben. Er war von den Menschen herum versorgt worden. Mit dem Einzug des christlichen Glaubens waren seine Tage sicher gezählt. So ganz sicher ist man sich aber nicht mal, ob es den Waldgott Biel und die heidnischen Bräuche Berge nach ihm zu benennen überhaupt gegeben hat.

Bildnachweis: Von Ütze http://www.oder-havel-kanal.de/ [GFDL 1.2] via Wikimedia Commons

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