Hoch Weisel

Als 2007 Butzbach der Ausrichter des Hessentags war, gab es nicht nur ein buntes Programm in der Stadt, sondern auch eine Grundsteinlegung etwas außerhalb am Hausberg (486m) bei Hausen-Oes. Auf Initiative eines privaten Vereins wurde der Bau eines Aussichtsturm begonnen.

Seit 2008 ist der Hausbergturm ein beliebtes Ziel für Wanderer. Der 44t schwere Holzturm mit Photovoltaik-Anlage und eigener Webcam bietet auf 19m Höhe eine Aussichtsplattform, die einen beeindruckenden Rundblick auf den waldreichen Hochtaunus im Usinger Land und hinein in die Wetterau eröffnet.

Der Hausberg mit seinem Aussichtsturm liegt auf halbem Weg von Hausen-Oes nach Hoch Weisel, ebenfalls ein Stadtteil von Butzbach. Zwischen beiden Orten verläuft der Butzbacher Keltenweg und erschließt mehrere Ringwallanlagen, die auf den Kuppen von Hausberg und Brühlerberg (424m) zu sehen sind.

Bereits in der Eisenzeit siedelten hier Menschen. Später kamen die Römer, die ganz in der Nähe ihren Grenzwall Limes mit dem Kleinkastell Hunnenkirchhof sicherten. Weitere Wallanlagen entstammen wahrscheinlich dem Frühmittelalter.

Angekommen in Hoch Weisel präsentiert sich ein schmuckes Dorf rund um den Kirchhof. Hier steht unterhalb des sogenannten Lindenbergs das alte, vom Heimatverein neu hergerichtete Backhaus mit einem pyramidenförmigen Backofen und das stattliche 1584 errichtete Fachwerk-Rathaus. Überhaupt gibt es in Hoch Weisel noch viele, teilweise sehr alte und gut erhaltene Fachwerkbauten zu sehen.

Der Kirchhof, der ursprünglich durch eine Mauer befestigt war, liegt um die Dorfkirche mit einem mächtigen, runden und nach oben achteckig werdenden Turm. Der Chorraum mit dem in der Mitte stehenden romanischen Taufstein zeigt um 1420 entstandene prachtvolle gotische Fresken. Immer am zweiten Sonntag nach Pfingsten steigt rund um die Kirche in Hoch Weisel das Hoyer-Kirchweihfest, das erstmals bereits 1572 als Jarmarckt zu Hoennweissell überliefert ist.

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