Herscheider Rundweg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 30 km
Gehzeit o. Pause: 7 Std. 42 Min.
Höhenmeter ca. ↑852m  ↓852m
Der Herscheider Rundweg führt durchs Ebbegebirge

Herscheid liegt im Herzen des Ebbegebirges etwas nördlich vom Ebbekamm mit der Nordhelle (663m) als höchster Erhebung im Ebbe. Der Herscheider Rundweg, von der örtlichen Abteilung des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) mit einem weißen H auf schwarzem Grund ausgeschildert, führt einmal rund um Herscheid und eröffnet dem Wanderer in einer stillen und abwechslungsreichen Mittelgebirgslandschaft die Schönheiten der Region.

Wie bei allen Rundwegen kann man natürlich auch den Herscheider Ring an beliebiger Stelle beginnen. Wir beschreiben die Tour ab Hüinghausen im Osten des Rundwegs. Wer in Herscheid starten will, nutzt den mit einem Doppelbalken (=) markierten Weg von der Ortsmitte aus.

Hüinghausen liegt auf halber Strecke von Herscheid nach Plettenberg im Tal der Else, einem 13km langen Zufluss der Lenne. Von der Kreuzung Habbeler Straße Ecke Elsetalstraße starten wir und marschieren zunächst Richtung Else. An der Bahnlinie führt der Herscheider Rundweg geradeaus über die Schienen. Würde man hier auf der Elsetalstraße bleiben, erreicht man nach ca. 300m den alten Bahnhof Hüinghausen, der heute die Zentrale der Sauerländer Kleinbahn ist.

Zwischen den Bahnhöfen Hüinghausen und Köbbinghausen verlegte der Trägerverein Märkische Museums-Eisenbahn Schmalspurschienen, auf denen historische Dampf- und Dieselloks fahren. In Hüinghausen baute der Verein ein regelrechtes Bahnbetriebswerk für die Sauerländer Kleinbahn mit großer Wagenhalle auf, um die alten Schätzchen sachgerecht zu warten und zu restaurieren.

Nach diesem kleinen Exkurs folgen wir dem Herscheider Rundweg weiter Richtung Oestertalsperre. Bevor der Rundweg diese erreicht, knickt er aber vorher nach Westen ab und verläuft weiter nach Brenscheid. Dann geht es über Waldmin nach Reblin, einem Dörfchen, in dessen Süden sich der Herveler Kopf (548m) erhebt. Bemerkenswert sind hier die Spuren des Bergbaus. Die Rebliner Pingen sind grabenförmige Vertiefungen im Erdboden. Sie sind die heute noch sichtbaren Reste des oberflächennahen Abbaus von Erzen in frühindustrieller Zeit.

Über die Nümmert (585m) setzt sich der Herscheider Rundweg in Richtung Oberholte und Niederholte fort. Parallel zur nur wenige hundert Meter entfernten Versetalsperre führt der H-Weg über Stöpplin zu den Wacholderheiden im Naturschutzgebiet Auf der Gasmert.

An der Landstraße von Lüdenscheid nach Herscheid trifft der Herscheider Rundweg auf den Grubenlehrpfad am Silberg. Hier wurde seit dem 16. Jahrhundert Bergbau bis zum Ersten Weltkrieg Bergbau betrieben. Am Lehrpfad sind einige Informationstafeln aufgestellt, die weitere Hintergründe vermitteln.

Wenig später erreicht der Herscheider Rundweg das Tal der Schwarzen Ahe, einem 9km langen Zufluss der Verse. Hier liegt oberhalb von Schönebecke die Herscheider Höhle (auch Schönebecker Höhle genannt). Die Herscheider Höhle war 1870 bei Sprengarbeiten im nahegelegenen Steinbruch entdeckt worden und bot der Bevölkerung während des Zweiten Weltkrieg Schutz vor Luftangriffen. Heute steht die Schönebecker Höhle unter Naturschutz und bietet mehreren Fledermausarten - und einem seltenen Strudelwurm - einen Unterschlupf. Um die Tiere nicht zu gefährden, ist die Schönebecker Höhle nicht für die Besichtigung erschlossen.

Über Rärin, Wellin und Wiehardt geht es dann entlang der Lingenbecke wieder zurück nach Hüinghausen im Elsetal.

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