Geschichtswanderweg Allendorf (Sundern)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 51 Min.
Höchster Punkt: 484 m
Tiefster Punkt: 303 m
Der Geschichtswanderweg Allendorf ist mit einem Doppelbalken markiert

Allendorf, ein Stadtteil von Sundern im Hochsauerland. Im Süden liegt das Wintersportgebiet Wildewiese, im Norden der Sorpesee und mittendrin gibt es viel Geschichtsträchtiges zu entdecken, denn Allendorf – schon 1407 mit Stadtrechten ausgestattet – war über Jahrhunderte das Zentrum im Wandergebiet der Sunderner Wälder. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts verlor Allendorf die Zentrumsfunktion zugunsten von Sundern.

Um an die Vergangenheit von Allendorf zu erinnern, wurde 2002 mit Unterstützung des Heimatvereins Fickeltünnes – das Sauerländer Wort für den Ortspatron, den heiligen Antonius – der Allendorfer Geschichtswanderweg angelegt. Der Rundwanderweg ist auf 16 Stationen mit Informationstafeln bestückt und mit einem weißen Doppelbalken auf rotem Grund markiert.

Gestartet wird an der Pfarrkirche St. Antonius in Allendorf. Im Innenraum der Antoniuskirche befindet sich ein sehenswerter Barockaltar aus grünem Marmor. Er entstand um 1750, sein Gebälk wird durch wuchtige Säulen gestützt. Die Kirche selbst stammt zum größten Teil aus dem mittleren 20. Jahrhundert, als der Vorgängerbau erweitert und umgebaut wurde.

Von der Kirche geht es im Uhrzeigersinn am 1886 angelegten Friedhof vorbei über die Nordflanke des Kaukenbergs (405m) in den Allendorfer Stadtwald. Dieser wird in einer kleinen Runde durchwandert, bevor es am kleinen Freizeitpark Allendorf bei den Tennisplätzen wieder ins Tal der Sorpe geht.

Der Geschichtswanderweg folgt grob dem Lauf der Sorpe bis an den Fuß des Krusenbergs (490m). Hier steht das Neue Brünneken, der Abschluss des Stationenwegs von den sieben Schmerzen Marias. Die kleine Kapelle wurde 1891 erbaut. Ihren Namen verdankt sie dem Alten Brünneken, das ca. 400m entfernt liegt und dessen Quellwasser heilende Kraft zugesprochen wird.

Es geht weiter südwärts bis an die Gemarkungsgrenze nach Hagen. Dann führt der Geschichtswanderweg nach Westen ins Bergbaugebiet an der Hermannszeche. Hier wollten die Allendorfer im allgemeinen Bodenschätzefieber der Industrialisierung ihren Teil vom Kuchen haben und trieben Stollen vor. Allerdings stellte sich bald heraus, dass man mit den Fundstellen im Ruhrgebiet nicht mithalten konnte.

Der Geschichtswanderweg leitet jetzt wieder nach Norden vorbei an den Fundstellen prähistorischer Hügelgräber aus der Bronzezeit nach Allendorf. Über die Steinert, den Hausberg von Allendorf, geht es wieder zurück zur Antoniuskirche.

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