Gemeinde Diemelsee

Seit 1972 existiert die Gemeinde Diemelsee, die ihren Namen dem gleichnamigen See verdankt, der hier in einer wildromantischen Mittelgebirgslandschaft 1924 aufgestaut wurde. Gestaut werden die kleine Itter und die Diemel, ein 111km langer Zufluss der Weser. Die Diemel entspringt ein gutes Stück südwestlich des Gemeindegebiets auf dem Rothaarkamm nahe der Kahlen Pön (774m) im südwestlichen Zipfel des Uplands und mündet in Bad Karlshafen in die Weser.

Der Diemelsee ist ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Vielseitige Freizeitmöglichkeiten stehen offen: Vom Angeln über Baden bis zum Tauchen. Und natürlich kann man in der schönen Landschaft rund um den See auch prima wandern, etwa zum Aussichtsturm auf dem Dommel (738m) und ins benachbarte Upland.

Die Gemeinde Diemelsee mit ihren 13 Ortsteilen bietet ebenfalls einiges zu sehen. Ganz besonders dürften Freunde historischer Kirchen auf ihre Kosten kommen. Mehrere sehr gut erhaltene romanische Kirchen gewähren Einblicke in die Geschichte, zum Beispiel die frühere Klosterkirche Flechtdorf, die St. Johannis Kirche in Adorf oder die St. Georg Kirche in Schweinsbühl.

Beliebte Ausflugsziele in der Gemeinde Diemelsee sind auch das Besucherbergwerk Grube Christiane und das GeoFoyer in Adorf, das zum Nationalen Geopark Grenzwelten zählt. Speziell für Wanderer ist auch die Rote Klippe interessant, eine aufgelassene Eisenerzpinge, die in einzigartiger Weise die Sedimentation auf einem untermeerischen Vulkan während des Mittel- und Oberdevons vor mehr als 360 Millionen Jahren zeigt.

Die Gemeinde Diemelsee liegt ganz im Nordwesten des Waldecker Lands im Naturpark Diemelsee, der seinerseits zu zwei Dritteln auf hessischem, zu einem Drittel auf nordrhein-westfälischem Gebiet liegt und dessen Herzstück natürlich der Stausee ist. Im Norden, jenseits der Landesgrenze, liegt die Nachbarstadt Marsberg. Im Osten schließt sich als die Gemeinde Twistetal an, im Süden Korbach auf der Waldecker Tafel. Beide gehören wie die Gemeinde Diemelsee zum Landkreis Waldeck-Frankenberg. Südwestlicher Nachbar ist das Willinger Upland, der westliche das sauerländische Brilon.