Fell

Idyllisch im Feller Bachtal liegt der Ort Fell mit dem Ortsteil Fastrau. Der Feller Bach misst 17km, hat seine Quelle als Etgesbach bei Beuren im Hunsrücker Hochwalds und mündet zwischen Longuich und Riol in die Mosel. Dazwischen bildet er das Feller Bachtal mit einigen offen gelassenen Schiefergruben.

Fell lebte einst vom schwarzen Gold. Nein, nicht Erdöl. Es geht um Schiefer. Das kann man heute noch sehen. Zum einen an der Bebauung und zum anderen am sehenswerten Besucherbergwerk Fell mit den beiden Stollen Barbara und Hoffnung.

Dass Fell mit der Abtei Maximin verbunden war, sagt einem bereits die Weinlage Maximiner Burgberg. An der Burgstraße sieht man heute aber auch noch Reste der Maximiner Burg. 1783 wurden die Gebäude neu errichtet und mit der Säkularisation kam der Besitz via Versteigerung in Privathände und wurde zu Wohnzwecken umgebaut. Von der einstigen Burgenpracht blieben Reste der Umfassungsmauer erhalten sowie tonnengewölbte Keller und ein Torbogen im Stil des Barock mit Sandsteinquadern.

Der neugotische Saalbau der Pfarrkirche St. Martin stammt aus den Jahren 1865-68. Ein Vorgängerbau war aber schon im 15. Jahrhundert errichtet worden.

Nördlich von Fell liegt der Ortsteil Fastrau. Hier überspannt die 1983 fertiggestellte Fellerbachtalbrücke der Autobahn A 1 auf einer Länge von 829m das Tal. In Fastrau steht die katholische St. Stefan Kirche unter Denkmalschutz. Der Saalbau aus dem Jahr 1825 steht an einem romanischen Chorturm und prägt das Ortsbild.

Wer Fell außer Rand und Band erleben will, kommt am dritten Septemberwochenende. Dann findet der Feller Markt statt, eines der traditionsreichsten Weinfeste links und rechts der Mosel. Die Eröffnung ist eine große öffentliche Weinprobe mit Präsentation der Feller und Fastrauer Winzer.