Erlebnispfad Konzer Tälchen (Mosel-Saar-Ruwer)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑205m  ↓188m
Kein Wegzeichen hinterlegt

In Konz mündet die Saar in die Mosel. Aber so wie sie heute mündet, so sah es nicht immer hier aus. Das Konzer Tälchen, östlich von Konz gelegen, war z.B. vor mehr als vierzig Millionen Jahren noch ein Umlauftal der Mosel.

Heute fließt durch das Konzer Tälchen nicht mehr die Saar, sondern der kleine Konzer Bach. Die Landschaft versprüht einen südländischen Charakter mit ihren sanft geschwungen Hügeln an denen der Wein wächst und sich von den Schieferböden angenehm aufheizen lässt.

Wir starten den Erlebnispfad durchs Konzer Tälchen am Stadion in Konz, wo auch der Saarweinwanderweg seinen Beginn nimmt. Vorbei an der kleinen Marienkapelle folgen wir dem Konzer Bach nach Niedermennig. Unterwegs passieren wir erste Informationstafeln, die Wissenswertes über die Geschichte und die Natur im Konzer Tälchen vorhalten.

In Niedermennig wandern wir geradewegs auf die alte Ölmühle zu, die heute als Außenstelle des Freilichtmuseums Roscheider Hof betrieben wird. Die Niedermenniger Ölmühle wurde 1849 erbaut und durch die Wasserkraft des Konzer Bachs angetrieben. Der Konzer Bach wurde dafür gestaut und das Wasser über einen künstlich angelegten Mühlenbach in einen Mühlenteich geleitet.

Wir folgen nun ein Stück der Konzer Finnenbahn und werden danach begleitet von verschiedenen Skulpturen des Bildhauersymposiums „Skulpturen am Fluss“. Wir wandern nach Krettnach und erreichen hier den Hang des Karlskopf, an dessen Fuß sich die Weinreben ranken.

Wir wandern unter den Rebhängen entlang, würzen die bis dahin gemütliche Wanderung mit einer kurzen Steigung in die Weinberge und kommen dann zur Marienkapelle von Oberemmel, wo der Erlebnispfad auf den Karlskopf-Panoramaweg trifft, einer der beliebten Seitensprünge am Moselsteig.

Mit zwei markanten Haken, die uns noch zu weiteren Informationstafeln führen, leitet der Erlebnispfad zum Dorfplatz von Oberemmel. Oberemmel war im Mittelalter Fronhof der Trierer Abtei St. Maximin, die hier Wein anbauen ließ. Bis heute wird auf einer Fläche von rund 90ha in Oberemmel vor allem Riesling kultiviert, den man vor Ort auch verkosten kann.

Vgwort