Engenhahn

Von der im Norden liegenden Idsteiner Senke durch Eschenhahner Heide (518m), Ziemerswand (494m) und Lenzenberg (461m) getrennt ist Engenhahn der westlichste Ortsteil von Niedernhausen. Die Entstehung Engenhahns hängt eng mit der Gründung des Klosters Bleidenstadt zusammen. Ein Mönch aus Bleidenstadt namens Enicho gründete auf heutigem Engenhahner Grund einen Gutshof, dem das Dorf seinen Namen verdankt.

Das heutige Gemeindehaus mit Poststelle war früher auch Schul-, Back- und Feuerwehrhaus und wurde 1768 in der Ortsmitte erbaut. Der kleine anmutige Fachwerkbau besitzt einen typischen Haubendachreiter mit Uhr und Glocke und eine Wetterfahne von 1885. Das Gebäude gilt als typischer traditioneller multifunktionaler Gemeinschaftsbau kleinerer Ortschaften.

Er bildet den Ortsmittelpunkt zusammen mit der benachbarten katholischen Pfarrkirche St. Martha, die 1890-91 westlich des Ortes in erhöhter Lage errichtet wurde. Der kleine neugotische Bau mit schlankem viereckigem Dachreiter besitzt in seinem Innern einen Altar von 1670, eine Muttergottes (um 1740) und eine Christusfigur aus der Bauzeit. An der Stelle der alten Sakristei wurde 1977 das neue Pfarrzentrum errichtet.

Die alte Schule an der Ortsdurchfahrt ist ein Fachwerkbau, der um 1900 erbaut wurde. Etwas abseits vom Ortskern Engenhahns entstand aus einem früheren Wildparkgelände zunächst ein Gebiet für Wochenendhäuser. Ab 1975 wurde es ein offizielles und exklusives Baugebiet, in dem auch einige Prominente wohnen bzw. wohnten. So lebte etwa der bekannte Showmaster Wim Thoelke im Wildparkgelände von Engenhahn.