Eifelspur soweit das Auge reicht (am Kallmuther Berg)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑354m  ↓354m
Eifelspur Kallmuther Berg Markierung Beschilderung Wegzeichen

Das Auge auf dieser Eifelspur südlich von Mechernich reicht zum Beispiel in das Naturschutzgebiet Kallmuther Berg, das sich in einige Stücke südlich von Mechernich aufteilt. Wir treffen auf die Bleiberg Kaserne, auf Lorbach und den Kalkmagerrasenkomplex bei Weyer, auf Bergheim und durchstreifen Wald, Feld und Wiesen, dem Fußabdruck auf Grün und Blau folgend. Die Augen auf „Tele“ gestellt, für die grandiosen Weitblicke – bis zum Dom in Köln.

Das Auge reicht auch in die Vergangenheit der alten Bergbaustadt Mechernich, wo wir beim Bergbaumuseum ins Eifelvorland starten. Bei Mechernich wurde schon im 14. Jahrhundert Bergbau betrieben. Vermutlich wurden zuvor auch schon Bleierze am Kallmuther Berg abgebaut. Der Bergbauhistorische Wanderweg führt hier auch längs, eine weitere Wandervariante liefert der Mechernicher Panoramaweg.

Vom Museum geht’s entlang eines Sträßchens zwischen Naturschutz und militärischer Sperrzone entlang, hinein ins Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Kallmuther Berg. Wiesen und Waldrand begleiten unsere Eifelspur über Forst- und Feldwege.

Nach rund 5km biegen wir nach rechts ab, um den Aussichtspunkt „Tagebau Kallmuther Berg“ zu erreichen. Unter uns breitet sich die Fläche des einstigen Bleierztagebaus aus und schweift über die Landschaften der Nordeifel ringsum. Wir gehen das Stückchen wieder zurück und kommen auf einer offenen Fläche zur fantastischen Aussicht Pflugberg. Südlich von uns liegt das Örtchen Kallmuth mit einer einstigen Burg und am Römerkanal-Wanderweg.

Wir sind rund 6,2km gewandert und knapp unterhalb 500m am höchsten Punkt der Runde. Weiter wandern wir über Wiesen und Felder, streifen Lorbach westlich, schlagen einen Waldbogen und kommen durch ausgedehnte Wiesen und am Naturschutzgebiet Kalkmagerrasenkomplex vorbei, wieder zurück und jetzt durch Lorbachs Mitte.

Auch Höfe sehen wir, den Antoniushof und den Cäcilienhof. Auf dem Weg nach Bergheim genießt sich noch ein weitreichender Blick vom Galgennück. Nahe diesem soll sich ein Gerichtsplatz befunden haben. Wir schauen nach Norden über den Südostzipfel der Niederrheinischen Bucht, die Zülpicher Börde mit ihrem fruchtbaren Boden, der Braunkohle drunter und Dampfwolken über den Kraftwerkstürmen. Im Hintergrund malt sich das Siebengebirge ab. Im Südosten breitet sich die Vulkaneifel aus. Man erkennt die Hohe Acht.

Wir kommen dann durch Bergheim und mit der Tiefenbachstraße erreichen wir wieder das Sperrgebiet der Bleiberg Kaserne, die ist nicht eben klein. Rund 600 Menschen sind dort tätig, Soldaten und auch Zivilisten. Kurz drauf sind wir wieder am Bergbaumuseum Mechernich.

Bildnachweis: Von Eifelfotomike [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

Vgwort