Eifelschleife Zittergras und Orchideen (am Aussichtsturm Weißer Stein)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 14 Min.
Höhenmeter ca. ↑330m  ↓330m
Wegzeichen der Eifelschleifen

Udenbreth ist ein Ort der Gemeinde Hellenthal und wir wandern mit Blick zum Nachbarn Belgien durch vermoostes Unterholz und an blühenden wilden Orchideen vorbei, durchstreifen die Nadelwälder der Eifel im Naturpark Hohes Venn-Eifel. Udenbreth liegt auf der Hochfläche des Zitterwaldes am Weißen Stein (ca. 690m), mit Aussichtsturm (fast 30m). Wir wandern auch durch das Naturschutzgebiet Kyllquellgebiet.

Was wir heute machen, wird auch Waldbaden bezeichnet. Wir erleben aber nicht nur ein Waldbad, sondern auch Höhe, Wiesen und Felder südlich von Udenbreth, wo unsere Wanderung startet, an der Straße Neuhof. Auf zur Grenze, mit Wald und Wiesen, zum Wetterpark mit Donnerwetter-Station und dem Aussichtsturm Weißer Stein, um den herum auch ein Skigebiet ist.

Der Wetterpark informiert über die Zusammenhänge von Mensch-Natur-Klima. 2014 wurde der neue Aussichtsturm am Weißen Stein eingeweiht. Panoramatafeln zeigen, was sich einem vor die Linse schiebt: Schneifel, Hohe Acht (747m), Aremberg (623m), Michelsberg (586m), Nürburg und Steling (658m). Der erhöhte Blick schweift auch über einen Teil von Belgien.

Folgend ist das Waldbad angesagt und das genießen wir abwärts wandernd. Es begleitet auf einem Abschnitt der Ötzelbach, der zur Kyll fließt. Wir fließen mit und folgen dann der Kyll. Bei der Hubertushütte wechseln wir die Wanderrichtung nach rund 7,5km am tiefsten Punkt, und wir wechseln den Bach und wandern mit dem Wilsambach. Es kommt noch eine Hubertushütte und gleich daneben ist die Hütte Bad Wilhelm.

Auf der Runde kommen wir auch durch Totholzgebiete, die bewusst „ins Leben“ gerufen wurden. Dabei wurden Bäume „geringelt“. Das heißt, im unteren Bereich wurde die Rinde ringförmig entfernt, damit der Lebensstrom zwischen Krone und Wurzel unterbrochen ist. Durch diese Hinrichtung stirbt der Baum ab und liefert neuen Pflanzen neuen Lebensraum. Diese alte Methode wird in der Forstwirtschaft eingesetzt, um beispielsweise nicht erwünschte Bäume in einem Gebiet auszudünnen. Man macht das in der Regel nicht bei Nadelholz, das dann geschwächt Borkenkäfer ein Schlachtfest bietet.

Nach einem gemächlichen Anstieg durch das Naturschutzgebiet Kyllquellgebiet queren wir den Wilsambach bei einem Teich nebst Schutzhütte und wandern merklicher aufsteigend, stoßen auf den Frauenkroner Weg, in den wir links einbiegen. Durch Wiesen und Felder kreuzen wir den Lewertbach und kommen zum Ausgangsort zurück.

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