Narzissenwanderung vom Weißen Stein ins Holzwarchetal (Naturpark Hohes Venn-Eifel)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑292m  ↓292m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Weiße Stein (687m) ist ein Berg im Grenzland von Deutschland und Belgien am Schnittpunkt von Ardennen und Eifel. Der Weiße Stein ist der höchste Berg der nordrhein-westfälischen Eifel und der zweithöchste Gipfel Belgiens.

Der Weiße Stein ist nicht nur bekannt als Wintersportgebiet. Auch für Wanderer ist der Weiße Stein seit langem ein beliebtes Ziel, speziell wegen des Aussichtsturms Weißer Stein, von dem eine erste Version 1973 aufgestellt wurde. Der aktuelle Aussichtsturm ist aber jünger, stammt von 2014 und bietet einen weiten Blick über die Landschaft des Naturparks Hohes Venn-Eifel.

Bevor wir uns aber mit dieser Aussicht belohnen, wollen wir wandern. Dafür passieren wir vom Wanderparkplatz Weißer Stein aus zunächst die Bundesstraße B 265 und sind dann bereits in Belgien.

Wir wandern nun durch den Wald zum Bocksvenn. Hier steht der für den Berg namensgebende Weiße Stein, ein unter Einfluss von Kieselsäure gehärteter Quarzit. Durch seine Härte ist dieser Stein nicht wie das übrige, jüngere Gestein in der Umgebung verwittert. Man vermutet, dass der Weiße Stein bei den Kelten als Kultobjekt verehrt wurde.

Weiter geht es durch den Wald westwärts, bis wir das Tal der Holzwarche erreichen. Die Holzwarche ist ein Zufluss der Warche und auf weiten Teilen als Naturschutzgebiet („Vallée de la Holzwarche“) ausgewiesen. Ein Grund dafür sind die Narzissenwiesen im Talgrund. Im Frühling blühen Tausende gelber Narzissen (besser bekannt als Osterglocken) entlang des Bachlaufs – ein beeindruckendes Bild.

Wir folgen dem Holzwarchetal ein Stück bachaufwärts und knicken dann später nach links in den Wald weg. Es geht zurück zur Landesgrenze, die parallel zur Bundesstraße verläuft. Nach dem die B 265 hinter uns liegt, wandern wir zurück zum Weißen Stein, wo es mit Aussichtsturm, Wetterpark und Gastronomie noch ein bisschen Abwechslung gibt.

Bildnachweis: Von Duhon [GFDL], via Wikimedia Commons

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