Durch die Wälder der Leuscheid


Erstellt von: Sokratekk
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑624m  ↓624m
Kein Wegzeichen hinterlegt

18,3 Kilometer durch die verschiedenen Wälder des Naturschutzgebietes Wälder der Leuscheid: Fernab der Zivilisation geht es über Höhenzüge mit herrlichen Aussichten und Bachtäler mit grünen Auen - ein idealer Rundweg für Naturliebhaber, die die Einsamkeit und Stille eines intakten Waldes genießen möchten.

Der Startpunkt ist der Ringwallparkplatz in Windeck Stromberg. Von hier aus führt der Weg durch das Kesselbachtal bergauf in des Wald hinein. Nach ca. 400 Metern kommt eine Wegkreuzung, über die wir geradeaus hinweggehen. In einer Kurve am rechten Weg stürtze am 25.11.1945 ein amerikanischer B-17 Bomber ab.

Nach ca. einem Kilometer überquert der Weg den Kesselbach, wonach es nach links auf den Teufelsberg geht. Dieser Wegabschnitt ist auch Bestandteil des Natursteig Sieg und des Sieghöhenweges.

Nach einiger Zeit erreicht man die Ringwälle, eine mittelalterliche Befestigungsanlage, die rund um die Bergspitze gebaut wurde.

Nach ca. 1,2 Kilometer wird der leicht fordernde Anstieg mit einem herrlichen Ausblick über den nördlichen Teil von Windeck bis hin zur Nutscheid belohnt.

Nach wenigen Metern biegen wir nach rechts in den Wand ein, der bis an die L267 heranführt.

Ungefähr in der Mitte dieses Teilabschnittes lässt sich am linken Wegesrand ein künstlich aufgeschüttetes Plateau erkennen, an das sich mehrere Betonfundamente anschließen - die Überreste einer alten V1-Stellung, die jedoch nicht in Betrieb genommen wurde.

In ca. 700 Metern in östliche Richtung befindet sich der sehr sehenswerte Basaltkrater Blauer Stein.

Vorbei an den besonders schützenswerten Hochmooren, führt der weitere Wegverlauf hinunter ins Tal zur sog. Tellerkurve. Hier befindet sich ein künstlich angelegter Löschteich, in dem mehrere Amphibien ansässig sind.

Linksseitig des Teiches befindet sich auf dem Bergrücken die sog. Neuburg, bei der es sich ebenfalls um eine Befestigungs- und Verteidigungsanlage handeln soll. Mehrere terrassenförmige Plattformen sind hier, in gleichmäßigen Abständen über den gesamten Hang verteilt, zu erkennen.

Nach einigen Höhenmeter über den serpentienenartig angelegte Weg erreicht man die Kalkarhütte an einer größeren Kreuzung der hier zusammenlaufenden Wegen. Im näheren Umfeld dieser Hütte lassen sich über 50 Bombentrichter finden. Stahlfragmente der Bomben liegen hier weitverstreut über das Gebiet verteilt.

Der anschließende Streckenverlauf führt auf den Mönchskopf, eine Bergspitze in dessen Nähe der Mehrbach entspringt, zu. Auf der gegenüberliegenden Seite des Gipfels befinden sich die Mehrbachwiesen, auf denen vor Jahrhunderten das Dorf Obermehren, bestehend aus 13 Hütten, ansässig war. Auch das Kulturdenkmal Geldborn lässt sich hier finden, wobei es sich um eine Quelle handeln soll, in der die Anwohner von Obermehren ihr Geld versenkt hätten.

Nach einigen Kilometern über die Höhenzüge der bewaldeten Bergrücken, erreicht man die Mooshütte, die zu einer Rast einlädt. Der Weg befindet sich hier bereits ´tief´ im Rheinland-Pfälzer Bereich.

Nach einem Rechtsknick führt der Weg östlich am Hohen Schaden, den mit 388 Metern höchsten Berg der Leuscheid vorbei, um nach einem kurzen Abstieg den Melchiorweg zu erreichen.

Dieser nach einem damaligen Förster benannte Weg verbindet den Eitorfer Bereich der Leuscheid mit dem Windecker Bereich. Wir bleiben ca. 2 Kilometer auf diesem Weg, wonach wir nach links in das Mühlenbachtal einbiegen.

Über den kontinuierlichen Abstieg entlang des Baches, kann man hier die saftig grünen Auenwiesen betrachten. Von der alten Mühle dessen Wasserrad einst von dem klaren Wasser angetrieben wurde, ist heutzutage nichts mehr zu finden.

Nach einiger Zeit erreichen wir erneut das Kesselbachtal, wo wir nach links in Richtung Parkplatz und dem Endpunkt der Wanderung abbiegen.

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