Historisches und Sagenhaftes in der Hohen Mark (Leuscheid)


Erstellt von: Sokratekk
Streckenlänge: 23 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑1024m  ↓1024m
Temporäre Beschilderung für die Leserwanderung

Dieser Rundweg führt an mehrere historische und mystisch-sagenhafte Orte im weitläufigen Waldgebiet der Leuscheid (ehemals Hohe Mark).

Vom Startpunkt aus wechseln wir zunächst über die Igelshofer Brücke die Siegseite. Auf einem Bergsporn befindet sich die Burg Raiffershardt, die zum heutigen Zeitpunkt als Wallfahrtsort gilt.

Über den Werferstein erreichen wir die Straße "Hohnsiefen" und folgen dieser, bis wir am Ende des bebauten Weges in den Wald eintauchen und dort die nächsten Stunden verbringen werden. 

Nach wenigen Kilometern erreichen wir auf diesem, nach dem zweiten Weltkrieg erbauten, Waldweg einen stillgelegten Stollen - die Grube Kupferberg.

Zum Schutz der Fledermäuse ist das Mundloch vergittert. Die ca. 80 Meter langen Gangzüge warten mit sehr sehenswerten bläulich-grünen Kupferversinterungen  auf.

Über den folgenden Anstieg erreichen wir die Ringwälle, mit dem dortigen Steinkreis und -pyramiden. Eine genauere Erforschung der Anlage steht noch aus, jedoch wird ein keltischer Einfluss dieser ggf. vor Christi Geburt gefertigte Anlage angenommen.

Im weiteren Streckenverlauf passieren wir den Schauplatz eines tragischen Unfalles, bei dem ein Waldarbeiter tötlich verunglückte. ein in eine Eiche eingeritztes Kreuz sowie die Initialen MA erinnert an diesen Vorfall.

Auf der Hüngenhardt, die wir rechtsseitig passieren, biegen wir in südliche Richtung erneut in den Wald ein. Hier befinden sich die Überreste einer V1-Stellung, die in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges fertiggestellt wurde.

Vorbei am Modellflugplatz Windeck gelangen wir zu einer weiteren V1-Stellung und dem erloschenen Vulkankrater "Blauer Stein", dessen sehenswerte Basaltsäulen vor einigen Jahrzehnten hier abgebaut wurden.

Über den Höhenzug, mit fantastischer Fernsicht bis zur Siegquelle, überschreiten wir die Landesgrenze und folgen dem Weg zu der zerklüfteten Kraterlandschaft "Auf den Schachten" dessen unzählige Senken und Tiefen durch den Abbau von Grauwacke für den Strassenbau gedient hat.

Kurze Zeit später erreichen wir erneut die Relikte einer V1-Stellung, bei der die Betonplatte zur Aufrichtung des Flugkörpers sowie die Löcher der Startrampe langsam von der Natur zurück erobert werden. 

Der weitere Streckenverlauf führt uns zu dem sagenhaften Geldborn oder Goldborn, in dem die Bewohner der ehemaligen, naheliegenden Siedlung "Obermehren" ihr Geld versenkten, um es vor den heran nahenden Schweden im Dreißigjährigen Krieg zu verstecken. Andere Überlieferunge berichten von dem sog. Hexenbrunnen, in dessen Umfeld des nächtens auch heute noch spuken soll. Zahlreiche Blasen, die hier stetig aus dem Erdboden aufsteigen und die Wasseroberfläche durchbrechen, unterstreichen die mysteriöse Erscheinung dieses Ortes.

Vorbei an der ehemaligen Siedlungsstätte Obermehren führt uns der Weg zur Kalkarhütte. Hier befinden wir uns erneut in einem von Kratern durchsetzen Gebiet, die in diesem Fall von einer starken Bombardierung des Waldgebietes im zweiten Weltkrieg stammen.

Über den linken Quadenweg steigen wir hinab in das Mühlenbachtal, dessen Name schon auf den Standort einer ehemalgen Mühle hindeutet.

Hinter der Brücke über die Sieg biegen wir auf die Siegpromenade ein, deren Streckenverlauf wir bis zum Ausgangspunkt der Wanderung folgen.

Der Streckenverlauf passiert an mehreren Stellen den Kölner Weg, den Sieghöhenweg und den Natursteig Sieg, wobei diese Wanderung als alternative Strecke zu letzterem angesehen werden kann.

Bericht der geführten Wanderung:

http://www.rundschau-online.de/region/rhein-sieg/heimattour-b-blauer-stein-und-ein-topf-voll-geld---leser-wanderung-in-der-leuscheid-28021050

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