Dombach (Bad Camberg)

Der Bad Camberger Stadtteil Dombach verdankt seinen Namen dem gleichlautenden Bach, der am Totenkopf (406m) südwestlich von Riedelbach im Hochtaunus entspringt und nach 11km in Erbach dem Emsbach zufließt. Direkt oberhalb des Bachtals erhebt sich der Stückelberg (510m) und visualiert den Übergang vom Goldenen Grund in den Hochtaunus.

Markant in Dombach ist die 1757 erstmals erwähnte alte Schule, die 1762 mit einem Uhrenturm ergänzt wurde, damit Zuspätkommen ein für allemal der Vergangenheit angehört. Die alte Schule diente nach Eröffnung einer neuen pädagogischen dann von 1897-1970 als Amtssitz des Bürgermeisters von Dombach.

Bereits 1477 wurde erstmals eine Pfarrkirche St. Wendelin in Dombach erbaut. Zusammen mit dem benachbarten Schwickershausen bildete Dombach seit 1840 eine gemeinsame Pfarrei. Von 1873-76 bauten die Dombacher dann einen neugotischen Kirchenbau, der allerdings am 13. Februar 1940 bis auf die Außenmauern abbrannte. Nach kurzer Bauzeit und mitten im Krieg wurde bereits zu Ostern 1941 die wieder aufgebaute Kirche geweiht.

Etwa einen Kilometer bachaufwärts beginnt zu Füßen des Sommerbergs (461m) das Naturschutzgebiet Oberes Dombachtal. Dieses aufgrund seiner abgeschiedenen Lage ungestörte und naturnahe Bachwiesental mit seinen Feuchtwiesen, liegt inmitten der großen Waldflächen des Taunus.

Von Dombach führt die Landstraße L 3031 nach Bad Camberg. Sie führt über den Fischbacher Kopf, wo sich auch das so genannte Dombacher Loch befindet: Eine Ansammlung von Hügelgräbern aus der jüngeren Hallstattzeit (ca 500 v.Chr.), die teilweise mit unbearbeiteten Steinstelen gekrönt sind.