Derschen

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Weit über die Grenzen des kleinen Westerwaldorts Derschen bekannt ist das Hochmoor-Gebiet Derscher Geschwämm, ein Naturschutzgebiet, das auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Stegskopf liegt.

Die wellige Hochfläche des Westerwaldes bietet Regen nur begrenzte Abflussfläche. Daher entspringen im Gebiet des Stegskopfes nicht nur mehrere Bäche (Daadenbach, Kleine Nister, Schwarze Nister, Buchheller), sondern es hat sich auf 195ha ein Sumpfgebiet entwickelt mit vielen seltenen Pfanzenarten. Die Tierwelt hat sich ebenfalls durch die lautstärken Übungseinsätze am Stegskopf nicht beunruhigen lassen und ist artenreich vertreten. Das Derscher Geschwämm ist eine der letzten Hochmoorflächen in Rheinland-Pfalz. Man kann es allerdings nur bewundern an übungsfreien Tagen und mit einer besonderen Genehmigung des Leiters des Truppenübungsplatzes. Der Westerwaldverein in Daaden bietet auf Nachfrage für Gruppen entsprechende geführte Touren an.

Oberhalb von Derschen steht eine ca. 300 Jahre alte Rotbuche. Diese Schimmerichs Buche ist ein Naturdenkmal. Weiter in Richtung Friedewald schließt sich das Naturschutzgebiet Schimmerich an. Dabei handelt es sich um einen stillgelegten Basaltsteinbruch, der sich mit Wasser gefüllt hat und so zu einem wichtigen Lebensraum für Amphibien geworden ist.

Auf dem Weg von Derschen nach Daaden passiert man an der Kreuzung auf Landstraße L280 die Steinchesmühle. Die bereits 1610 erwähnte Mühle am Daadenbach ist mit ihrem Strohdach seit langer Zeit ein beliebtes Foto- und Malmotiv. Die Legende sagt, dass hier Johannes Bückler – bekannter unter dem Namen Schinderhannes – zwischenzeitlich Unterschlupf suchte. Die Steinchesmühle ist seit 1960 im Privatbesitz.