Dattenberg

Dattenberg liegt zwischen Linz im Norden und Leubsdorf im Süden direkt am Rhein. Die Gemeinde mit den Ortsteilen Wallen, Ronig, Ginsterhahn, Hähnen, Heeg und Arnsau erstreckt sich von hier in einem langen Schlauch vom Rhein ostwärts über die Linzer Höhe bis zum Wiedtal.

Das Dorf wird von der Burg Dattenberg geprägt, die 1242 erstmals erwähnt wird und Stammsitz der Ritter von Dadenberg war. Über mehrere Jahrhunderte wechselten die Besitzer sich rege ab, bis das Anwesen Ende des 19. Jahrhunderts an den Berliner Bauherren Adolf Fuchs kam. Der ließ 1890 das Landhaus neben dem Wohnturm der Burg zu einer schlossähnlichen Villa umbauen. Später diente Burg Dattenberg als katholische Mädchenschule, dann als Landjahrlager, dann als Schullandheim, bis Burg Dattenberg 2003 wieder in Privatbesitz kam und nun eine Event Location ist.

Einen schönen Eindruck von Dattenberg erhält man mit dem Rundwanderweg durch den Ort, der 16 Stationen umfasst und die 1890 gebaute, sehenswerte Pfarrkirche zu den Heiligen Schutzengeln ebenso umfasst wie den Antoniusbrunnen, den Marktplatz auf dem Bornberg, Ehrenbergs Scheune und den Ehrensteiner Hof.

Am östlichen Ortsrand von Dattenberg liegt der 1978 stillgelegte Basaltsteinbruch Schwarzer See, der heute bis auf 38m Tiefe mit Wasser vollgelaufen ist und einen überraschenden Kontrast in der Landschaft bildet. Auch das Steinbruchgelände Giersberg am Südrand von Dattenberg im Übergang nach Leubsdorf lohnt einen Anstieg, der mit einem guten Blick über die Täler von Rhein und Ahr sowie der fruchtbaren Goldenen Meile belohnt wird.

Jeweils am ersten Wochenende im Oktober ist Dattenberg Schauplatz des Erntedank- und Winzerfestes. Viele prachtvoll geschmückte Festwagen sowie die Fußgruppen und Musikkapellen machen den großen Festzug am Sonntag zu einem besonderen Erlebnis, das weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist und zahlreiche Besucher anzieht.

Regionaler Bezug:

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