Brezel-Wanderweg (Solingen)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 13 Min.
Höhenmeter ca. ↑699m  ↓699m
Brezel-Wanderweg Solingen-Burg Bergisches Land

Der Brezel-Wanderweg wurde 2003 gemeinsam vom örtlichen Verschönerungsverein und dem Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) im Solinger Stadtteil Burg angelegt. Der Brezel-Wanderweg verdankt seinen Namen der Burger Brezel. Die Burger Brezel wird anders als die bekannten Laugenbrezeln aus süßem Teig hergestellt und beim Verzehr in Kaffee gestippt (oder gezoppt, wie man in Burg sagt). Die Burger Brezel ist ein beliebtes Mitbringsel, seitdem Touristen nach Burg kommen, um das mächtige ab 1890 wieder aufgebaute Schloss Burg zu bewundern.

Der Brezel-Wanderweg ist beschildert mit einem B im Kreis und kann über verschiedene Zuwege (die mit einem einfachen B markiert sind) angelaufen werden. Optimal ist ein Start in Unterburg direkt an der Wupper. Von hier geht man hinauf zum Burger Diederichstempel, einem Aussichtspavillon mit herrlichem Blick auf Schloss Burg.

Es geht hinauf zum Weiler Angerscheid und hier rechts zur Kreisstraße, die man nach links verlässt. Es geht über die Höhe wieder hinein in den Wald und man begleitet die Sengbachtalsperre, eine versteckt liegende Trinkwassertalsperre, deren Wasser immer wieder zwischen den Baumstämmen hindurch glitzert. Direkt ans Wasser kommt man nicht, da die Sengbachtalsperre nicht direkt zugänglich ist.

Durch den Wald oberhalb der Wupper wandert man auf dem Brezel-Wanderweg bis nach Glüder und passiert über die Strohner Brücke die Wupper. Jetzt geht es durch die Wupperberge hinauf zum Hermann-Löns-Denkmal. Wenig später kreuzt man die Burger Landstraße und wandert zur Waldschänke Wiesenkotten.

Am Wiesenkotten nutzen wir die 1893 gebaute Fußgängerbrücke über die Wupper, wandern hinauf zur Ortslage Westhausen und steuern dann das Eschbachtal an, das wir am Luhnshammer erreichen. Ursprünglich wurden hier zwei Hammerwerke betrieben. Um 1900 verfielen die Hämmer und einer von ihnen wurde zusammen mit einem benachbarten Wohnhaus 1955 abgerissen. Der verbliebene Hammer wurde 1958 wieder in Betrieb genommen und später von einer Kunstschmiede genutzt.

In einer großen Runde, die über die Weiler Sellscheid, Büschhausen, Stolzenberg und Unterwinkelhausen führt, kommt man schließlich nach Oberburg mit dem herrschaftlichen Schloss Burg, der ehemaligen Residenz der Grafen von Berg und einer der größten rekonstruierten Burganlagen in Westdeutschland.

Wer noch Kraft hat, kann jetzt einen Abstecher ins Bergische Museum machen und der Bewegung etwas Kultur folgen lassen. Wir empfehlen allerdings etwas anderes: Eine Bergische Kaffeetafel mit Burger Waffeln genießen und dann gestärkt mit der Burger Seilbahn langsam hinab nach Unterburg gondeln und den Blick über das Tal der Wupper genießen.

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