Born (Hohenstein)

Der südlichste Zipfel des Aartanus ist das kleine Dorf Born, eingerahmt zwischen Adolfseck (Bad Schwalbach) und Watzhahn (Taunusstein). Born liegt am Osthang des Bergs Hohes Rech (436m) und als einziger Ortsteil von Hohenstein südlich des Limes auf einer kleinen Lichtung im Wald, der sich entlang der früheren Grenzbefestigung des Römischen Reichs erstreckt.

Die evangelische Kirche wurde 1703 am nördlichen Ortsrand auf einer Anhöhe in Fachwerk erbaut. Neben der katholischen Kirche in Daisbach ist sie eine der beiden Fachwerkkirchen des Rheingau-Taunus-Kreises. Der Saalbau mit Walmdach und verschiefertem Mitteldachreiter besitzt ein geschnitztes Portal mit bäuerlichen Blumenmotiven. Neben einer Kanzel von 1650 und dem Altarkruzifix aus dem 17. Jahrhundert, entstammt die Innenausstattung mit dem geschnitzten Gestühl von 1731 und der Orgel von 1789 dem 18. Jahrhundert.

Das 1822 erbaute ehemalige Rathaus mit angegliedertem Backhaus sieht im Vergleich zu ähnlichen Funktionsbauten der Umgebung eher schlicht aus. Auf dem massiven Erdgeschoss ruht eine einfache Fachwerkkonstruktion. Eine Schule wird in Born erstmals 1694 erwähnt und das letzte Schulgebäude unterhalb der evangelischen Kirche 1831 errichtet. Durch sein Fachwerk und seine Lage, bildet es mit der Kirche die markante Ortsmitte von Born.

Nördlich von Born zeigt der Limes eine Besonderheit: Auf einer Länge von rund 300m verläuft am steilen Hang eine bis zu 4m hohe scharfe und steile Geländekante. Vermutlich konnten die Römer hier aufgrund der Hangneigung keinen Graben ausheben und schufen als Annäherungshindernis einen wandartig aufsteigenden Absatz.

Einen Einstieg zum gut 5km langen Limesrundweg Hohenstein bildet der Parkplatz „Sechsarmiger Stock“ an der Straße zwischen Breithardt und Born.