Beuerbach (Hünstetten)

Nur gut einen Kilometer von Bechtheim entfernt weiter in Richtung Bad Camberg liegt Beuerbach. Beide Orte teilen sich die Lage am kleinen Schornbach, das gemeinsame Wappen mit einem grünen Rosenzweig und drei roten Blüten in einem silbernen Feld und eine in vielen Belangen gemeinsame Geschichte.

Das Ortsbild von Beuerbach prägt die an einem erhöhten Standort an einem Hang am Ortsrand stehende evangelische Kirche von 1793, die auf den Fundamenten mehrere Vorgängerkapellen, u.a. der 1500 belegten Katharinenkapelle errichtet wurde. Sie ist ein typischer schlichter protestantischer barocker Saalbau mit Zwiebeldachreiter. In ihrem kleinen Glockenturm hängt mit der jetzigen Totenglocke die zweitälteste Glocke des Untertaunus. Sie stammt von 1669.

In Beuerbach steht auch ein gusseiserner Dorfbrunnen, der wie viele Brunnen der Region Ende des 19. Jahrhunderts wahrscheinlich in der Michelbacher Hütte gegossen wurden.

In der Gemarkung von Beuerbach fließt der nu 4km lange Schornbach in den größeren Wörsbach, der mit einem steilen und bewaldeten Hang auf der Ostseite die Grenze zu Bad Camberg und dem Goldenen Grund bildet. Gleich zwei Mühlen, die Ober- und die Untermühle, oder auch Schorn- und Neumühle genannt befinden sich direkt am Wörsbach. Beide lassen sich schon seit 1567 nachweisen, sind aber heute baulich auch stark verändert.

Im Dreieck zwischen Beuerbach, Wallrabenstein und Bechtheim liegt seit 1982 der Beuerbacher See. Er wurde als Angelteich für den örtlichen Angel-Sportverein ausgehoben, der diesen 1,5ha großen Erholungssee seitdem bewirtschaftet und in Schuss hält. Ein Naturlehrpfad führt um den Beuerbacher See und am ersten Wochenende im August kommen bis zu 3.000 Besucher zum traditionellen Seefest.