Bergische Streifzüge Bensberger Schlossweg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Stunden 24 Min.
Höchster Punkt: 216 m
Tiefster Punkt: 124 m
Bensberger Schlossweg Wegzeichen

Wer beim Wandern gerne interessante Bauwerke sieht oder seine Tour mit einem formidablen Menü auf Sterneniveau krönen will, der ist auf dem Bensberger Schlossweg richtig, einem der 2012 eröffneten Bergischen Streifzüge. Start ist am Rathaus in Bensberg. Möglicherweise irritiert Sie das Gebäude etwas durch seine sehr moderne Art. Aber man sollte bedenken: Der Architekt dieses auch Affenfelsen genannten „Bürgerschlosses“ war Gottfried Böhm und das ist der bislang einzige Deutsche, der mit dem wichtigsten internationalen Architektenpreis ausgezeichnet wurde und damit quasi zum Architekten-Olymp zählt.

Vom Rathaus Bensberg geht es zum Schloss Bensberg. Es wurde im 18. Jahrhundert als Jagdschloss von Jan Wellem – offiziell: Johann Wilhelm II. Herzog von Jülich und Berg – errichtet und ist seit einigen Jahren als Grandhotel mit drei Restaurants umgerüstet. Aushängeschild von Schloss Bensberg ist das Restaurant Vendôme, gekürt mit drei Michelin-Sternen und damit eines der nur acht Restaurants in Deutschland, die mit dieser hohen Würde dekoriert sind.

Für einen verfrühten Wanderimbiss ist der Gourmettempel aber überdimensioniert, so dass man sich ganz aufs Marschieren konzentrieren kann. Der Schlossweg passiert das Milchbachtal und führt am Gelände der Grube Cox vorbei zum Schloss Lerbach.

Schloss Lerbach ist ein Ende des 19. Jahrhunderts errichtetes Herrenhaus im Neorenaissancestil, das von einem Landschaftspark im englischen Stil umgeben ist. Auch hier hat der Guide Michelin Sternen vergeben: Einst waren es drei, derzeit „nur“ zwei.

Über Kaltenbroich im Lerbachtal geht es zum Naturfreundehaus Haus Hardt – das keine Sterne hat, dafür aber bezahlbare bergische Küche. Am Milchborntalweiher vorbei kommt der Bensberger Schlossweg dann zur Erdenburg. Der Name ist Programm: Man sieht eigentlich nur Erde, denn bei der Erdenburg handelt es sich um eine Ringwallanlage aus der Eisenzeit, von der nur noch schwache Bodenverformungen wahrnehmbar sind.

Das letzte Wegstück leitet schließlich über den Jungfrauenweiher zurück nach Bensberg. Hier passiert man zum Schluss der Wanderung auf dem Bensberger Schlossweg das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe, das direkt hinter dem Rathaus liegt. Im Heimatmuseum wird vor allem die Geschichte des Bensberger Erzreviers dokumentiert. Untergebracht ist das Bergische Museum in Bensberg im Türmchenhaus, das viele Jahre zuvor als Gefängnis von Bensberg diente.


Diese Wanderung wurde als winterwanderbar ausgezeichnet. Winterwanderbar sind Wanderungen, die man auch bei schlechtem Wetter empfehlen kann. Die Auswahl von winterwanderbaren Wanderwegen erfolgt u.a. durch den Erlebniswert der Wanderstrecke. Auch Wegbeschaffenheit und touristische Infrastruktur sind wesentliche Eigenschaften für die Vergabe des Prädikats.


Bildnachweis (attribution,via Wikimedia Commons): 1,7,8 by Pingsjong; 2 by Grkauls; 3 by A.Savin; 4 by Mich.kramer; 5 by Tohma; 6 by Foto-dus [CC-BY-SA-3.0]

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