Moitzfeld (Bergisch Gladbach)

Direkt östlich an Bensberg schließt sich der Bergisch Gladbacher Wohnplatz Moitzfeld an. Das verwaltungstechnische Wort Wohnplatz eignet sich hier ganz gut, siedelten in Moitzfeld doch schon gut hundert Jahre vor der Zeitenwende Menschen, die hier die Erdenburg bauten. Die Erdenburg ist eine Wallburg, die in der Eisenzeit angelegt wurde und wohl der älteste Wohnplatz im Stadtgebiet von Bergisch Gladbach ist.

Später kamen die Römer und – so vermutet man – trieben bei Moitzfeld schon Bergbau. Im Mittelalter wurde weiter geschürft und im 19. Jahrhundert professioneller Bergbau im Bensberger Erzrevier betrieben. Eine der Gruben war die Grube Weiß, in der bis 1958 vor allem Zink gefördert wurde. Heute ist die Grube Weiß als europäisches Naturschutzgebiet ausgewiesen – und auch komplett eingezäunt. Familien und Schulklassen können sich aber für eine Führung durch das Grubengelände mit den zwei Klärteichen anmelden und beobachten dann vielleicht auch die seltene Gelbauchunke, die an der Grube Weiß heimisch ist.

Eine andere Grube lag in direkter Nachbarschaft der Erdenburg nordwestlich von Moitzfeld. Die Grube Jungfrau wurde bereits 1881 stillgelegt, übrig blieb aber der Klärteich, der heute als Jungfrauenweiher nach wie vor ein schönes Wanderziel ist.

Größer und bekannter ist aber der 0,8ha große Milchborntalweiher (der häufig mit dem mittlerweile verlandeten Kadettenweiher verwechselt wird). Hohe Laubbäume säumen links und rechts den knapp 100m langen Milchbornbachweiher. Ein neuer Staudamm stellt sicher, dass der Milchborntalweiher aktuellen Sicherheitsanforderungen entspricht.