Bergische Streifzüge Bauernhofweg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 0 Min.
Höhenmeter ca. ↑252m  ↓252m
Bergische Streifzüge Bauernhofweg

Wenn man in einer Großstadt wie Köln aufwächst, dann sind Bauernhöfe und Landwirtschaft etwas, dass man nur aus Büchern oder dem Fernsehen kennt. Deshalb muss die Maus aktiv werden: Sie erklärt auf Infotafeln, wie ein Bauernhof funktioniert. Und sehen kann man das auf dem Bauernhofweg bei Lohmar, der als einer der Bergischen Streifzüge angelegt wurde.

Markiert mit dem orangen Wegzeichen und der Nummer 18 startet man am Park-und-Ride-Parkplatz an der Jexmühle bei Honrath. Von hier geht es im Uhrzeigersinn zunächst zur evangelischen Kirche und der Burg Honrath. Von dem ursprünglichen romanischen Burghaus der Burg Honrath sind nur noch Teile der Bruchstein-Außenmauern im hinteren Bereich erhalten. Die frühere Burg ist heute ein bäuerliches Anwesen und in Privatbesitz.

Die evangelische Kirche in Honrath wurde vermutlich zeitgleich mit der Burg Honrath errichtet und war über Jahrhunderte mit ihr durch einen Bogengang direkt verbunden. Der denkmalgeschützte romanische Kirchenbau aus Bruchstein kann bis ins Jahr 1209 zurückdatiert werden; der viergeschossige Kirchturm stammt sogar aus dem 12. Jahrhundert.

Über die Windlock führt der Bauernhofweg zum Golfpatz und zum Schloss Auel. Das Barockschloss wurde 1755-63 an Stelle einer mittelalterlichen Burg erbaut. Von der Zeit als Wasserburg zeugen heute noch die drei Teiche, die der Birker Bach auf seinem Weg durch den Schlosspark zur Agger befüllt.

Hinter Schloss Auel steuert der Bauernhofweg die Agger an. Man passiert die Naturschule Aggerbogen bei Wahlscheid. Die Naturschule wurde 1992 eingerichtet. Die Angebote richten sich an Schulklassen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene und umfassen u. a. Wassergütebestimmung, Bootstouren auf der Agger und geführte Wanderungen in der nahen Natur. Dabei wird Interessantes zu Pflanzen und Tieren, zum Gärtnern, zur Honiggewinnung und zu altem Handwerk vermittelt.

Über Spechtsberg, Oberscheid und Muchensiefen kommt man auf dem Bauernhofweg zur Gammersbacher Mühle, eine der wenigen noch intakten Wasserkornmühlen. Das Fachwerkgebäude, das in seiner heutigen Form um 1812 entstand, setzt sich zusammen aus einem Wohnhaus und dem Mühlentrakt mit Mahlwerk. Auch der alte Steinbackofen ist noch in Betrieb – und wer samstags im Gammersbacher Tal wandert, kann im Hofverkauf frisch gebackenes Steinofenbrot erwerben.

Über das Bauerngut Schiefelbusch leitet der Bauernhofweg nordwärts und erreicht schließlich über Wickuhl und Schlehecken wieder die Jexmühle bei Honrath.

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