Bannwald-Tour zum Wildsee am Ruhestein (Baiersbronner Himmelswege)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 37 Min.
Höhenmeter ca. ↑495m  ↓495m
Bannwald-Tour (Baiersbronner Himmelsweg)

Rund um den Urlaubsort Baiersbronn wurden die Baiersbronner Himmelswege angelegt. Dabei begeht man oftmals Pfade und Steige abseits der Forstwege. Unsere heutige Bannwaldtour, dem grünen Hirsch folgend, führt uns in den Nationalpark Schwarzwald zum Wildsee und auf die Hochmoorebene.

Auf der Tour durchstreifen wir den ältesten Bannwald Baden-Württembergs, den 1911 ausgewiesenen Bannwald Wilder See-Hornisgrinde im gleichnamigen Naturschutzgebiet. Hier kann man staunen, was sich alles auf und unter den Totgehölzen neu entwickelt: Kadaververjüngung ist auch dabei.

Start ist auf etwa 710m und wir gehen auf den nächsten 2,2km auf rund 990m hinauf. Beginn ist in Hinterlangenbach am Forsthaus Auerhahn mit Gastronomie – mit der wir uns nach der Wanderung belohnen können. Für unterwegs haben wir was eingepackt. Wir gehen zunächst in südliche Richtung und in den Wald hinein, wobei wir die Grenze in den Nationalpark Schwarzwald überqueren.

Nach dem Anstieg geht es ein Stück weit nochmal hinunter und um den Kapellenbuckel (950m) herum zum Wässerchen Seeloch, der aus dem Wildsee rausfließt. Die Schutzhütte am Wildsee liegt auf 924m.

Der Wildsee am Ruhestein, fast rund, hat eine Fläche von 2,4ha, ist ein würmeiszeitlicher Karsee und hat eine Tiefe von 11,5m. Über das Wildseewegele wandern wir nach der Uferbesichtigung weiter und können vom Seekopf aus (1.054m) einen prima Wildseeblick von oben genießen. Am Seekopf wird auch der Opfer des ersten Weltkrieges gedacht und wir sehen das Eutinggrab. Der Dr. Julius Euting war von 1876 bis 1912 Präsident des Vogesenclubs und hatte sich erbeten, in seinem Lieblingsstück Natur am Wildsee begraben zu werden.

Das Wildseewegle stößt auf den Michael-Glaser-Weg, dem wir dann weiter folgen zur Darmstädter Hütte auf etwa 1.030m. Wir nehmen nach einer Pause den Westweg und kommen zum Achertalblick, mit Erinnerung an den Orkan Lothar im Dezember 1999. Der Westweg führt uns mit schönen Ausblicken bis in die Rheinebene und zu den Vogesen in nördliche Richtung zum Seibelseckle mit Spuren der Zivilisation sowie dem Ecklesbrunnen. Dort ist auch ein Parkplatz, die B500 kommt vorbei und wir können uns erfrischen.

Nun geht es zum nördlichsten Zipfel des Rundwegs und zum Pommertsbrunnen. Dort halten wir uns jetzt ostwärts und weiterhin abwärts. Wir haben noch rund 3,5km vor uns und gehen hinab ins Langenbachtal. Dabei kommen wir an der Brandhütte vorbei, queren den Baiersbronner Seensteig und den Kesselbach, den wir bis nach Hinterlangenbach folgen sowie bei einem leckeren Essen die Wanderung ausklingen lassen.

Bildnachweis: Von Howard72 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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