Rundtour vom Mummelsee zum Wildsee und auf die Hornisgrinde


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 24 Min.
Höhenmeter ca. ↑707m  ↓707m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Heute nehmen wir uns eine Tagestour vor, die uns östlich und westlich der Schwarzwaldhochstraße durch sehr abwechslungsreiche Natur mit Wald, Aussichten, Lichtungen und Bächen im Nordschwarzwald bringt. Start und Ziel ist der beliebte Mummelsee südlich der Hornisgrinde (1.163m).

Den Mummelsee, übrigens der am höchsten gelegene der sieben Karseen im Schwarzwald, erreichen wir über die bekannte Schwarzwaldhochstraße (B 500), an der wir parken. Den Mummelsee und seine kleine Nixe werden wir zum Schluss der Runde mit all den Angeboten vor Ort erkunden. Von über 1.020m gehen wir erstmal, auch im Zickzack, auf den ersten rund 3km bis auf unter 760m hinunter durch den Wald. Dabei treffen wir auf das Seebächle und Ecklebächle und kommen auf den Lenderswaldweg. In der Nähe wird der Seebacher Granit abgebaut.

Nahe dem Steinbruch kommen wir auf den Weg Schwarzenbach und wir gewinnen wieder an Höhe. Auch den Schwarzenbach sehen wir, wenn wir ihn queren. Der Schwarzenbachweg bringt uns zur Schwarzwaldhochstraße, der wir ein kleines Stück Gesellschaft leisten, um dann auf den Hellmut-Gnändinger-Weg – der Mann war mal Forstdirektor – zu zweigen.

Es geht hinauf zum 1.054m hohen Seekopf mit abwechslungsreicher Landschaft, Wald, Wiesen und einer Lichtung, die die Acherner Skihütte umgibt. Wir kommen an einer Gedenkstätte für die Opfer des ersten Weltkriegs vorbei. Das nächste Gedenken gilt Dr. Julius Euting. Er war von 1876 bis 1912 Präsident des Vogesenclubs und wünschte sich in seinem Lieblingsstück Natur am Wildsee begraben zu werden.

Dann gelangen wir via Wildseewegle zum Wildseeblick. Etwa 9,3km Wanderung haben wir hinter uns und blicken sozusagen in unsere Zukunft. Der fast kreisrunde Wildsee hat ca. 2,4ha, ist ein würmeiszeitlicher Karsee und ist bis11,5m tief. Er entwässert über das Seeloch und hier ist auch eine Schutzhütte. Die nächste Schutzhütte heißt Darmstädter Hütte und wir erreichen sie nach weiteren etwa 3km, wenn wir den 950m hohen Kapellenbuckel umrunden.

Die Darmstädter Hütte ist von einer Lichtung umgeben, man kann hier rasten und es gibt einen Skilift. Dort stoßen wir auf den Westweg, folgen ihm ein Stück, biegen wieder ab, umrunden den Altsteigerskopf (1.093m), kommen vorbei am Geiskopf (1.090m) sowie am Schwarzkopf (1.057m), die sich jeweils rings um uns erheben.

Am Seibelseckle mit Parkplatz und Skilift sind wir nach gesamt 16,7km und auch nahe der Schwarzwaldhochstraße. Auch eine Rasthütte fehlt nicht: Kuchen oder herzhaft vespern, bevor es wieder weiter aufwärts geht zur Hornisgrinde, dem mit 1.164m höchsten Berg im Nordschwarzwald, umgeben von einem Naturschutzgebiet mit der wunderschönen Hochmoorlandschaft.

Rund 1,5km sind es vom Seibelseckle bis zum Hornisgrindeturm, der 1910 errichtet wurde, nicht immer geöffnet ist und Eintritt kosten, dafür aber Weitsicht liefert, bis zu den Alpen, bei klarer Witterung.

Jetzt umrunden wir den Katzenkopf und kommen zum Mummelsee mit seinen Freizeitmöglichkeiten, wie barrierefreie Seeumrundung mit Kunstwerken, Tretbootfahren und von lieblichen Nixen träumen, dabei einen Schoppen genießend. Ort und Sage inspirierten Eduard Mörike (1804-1875) zum Gedicht über die Geister am Mummelsee.

Bildnachweis: Von Anita Storz [CC BY-SA 3.0] vom Wikimedia Commons

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